Mögliche Gefahr für Hunde – Verdacht auf Wildvogelbotulismus an der Niers

Bereits im vergangenen Jahr, ebenfalls im August, kam es durch Wildvogelbotulismus zum Fund mehrerer toter Wasservögel in der Niers. Aktuell sind erneut Tierschützer und Helfer der Organisation Fell & Federn Wildtierhilfe NRW vor Ort. Bestätigt sich der Verdacht, besteht ebenfalls eine Gefahr für Hunde und andere Tiere.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen/Grefrath – Tiere mit Lähmungserscheinungen und Atembeschwerden sowie bereits verstorbene Tiere, darunter ein Schwan. Das grausame Bild aus dem vergangenen August an der Niers scheint sich zu wiederholen.
Tierschützer des Vereins Notfelle Niederrhein und der Organisation Fell & Federn Wildtierhilfe NRW sowie weitere helfende Hände hatten im vergangenen Jahr über Tage hinweg täglich tote Enten aus der Niers geborgen. Fell & Federn informiert aktuell erneut über Funde von geschwächten und toten Tieren.

Betroffen sei der Bereich der Niers bei Mariendonk, die Organisation bittet Paddler und Spaziergänger an der Niers die Augen offen zu halten und gegebenenfalls Tiere zu melden (Anna Pilz, 0152 36452443). Wasservögel die bereits die Flügel im Wasser hängen lassen und keine richtige Körperspannung mehr haben, weisen erste Anzeichen dieser Vergiftung auf. Diese Tiere bitte nach Möglichkeit sichern oder uns melden“, so Fell & Federn.

„Augenscheinlich tote Tiere am Ufer sind nicht zwingend tot. Bitte prüfen Sie es aus der Nähe, die Tiere sind oft schon so sehr gelähmt, dass sie lediglich noch atmen können. Achten Sie dabei bitte immer auf die eigene Sicherheit und Hygiene. Bitte lassen sie auch vorerst vorsichtshalber keine Hunde ins Wasser und trinken sie das Wasser ebenso nicht. Noch ist zwar nichts bestätigt, aber es muss auch kein Risiko eingegangen werden.“ (nb)

Das grausame Bild aus dem vergangenen August an der Niers scheint sich zu wiederholen. Foto: Notfelle Niederrhein

Wildvogelbotulismus ließ Enten in der Niers verenden