Mögliche Gefahr für Hunde – Verdacht auf Wildvogelbotulismus im Kreis Viersen

Bereits in den vergangenen Jahren, ebenfalls in der Sommerzeit kam es durch Wildvogelbotulismus zum Fund zahlreicher toter Wasservögel in der Niers und in Nebengewässern. Aktuell fanden Tierschützer und Helfer der Organisation Fell & Federn Wildtierhilfe NRW im Lobbericher Ingenhovenpark erneut nun tote Enten. 
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Kreis Viersen/Nettetal-Lobberich – Tiere mit Lähmungserscheinungen und Atembeschwerden sowie bereits verstorbene Tiere, darunter ein Schwan. Die grausamen Bilder der vergangenen Jahre rund um die Niers sind noch gut in Erinnerung.
Tierschützer des Vereins Notfelle Niederrhein und der Organisation Fell & Federn Wildtierhilfe NRW sowie weitere helfende Hände hatten über Tage hinweg täglich tote Wildvögel geborgen. Fell & Federn informiert zureit erneut über Funde von geschwächten und toten Tieren im Lobbericher Ingenhovenpark.

Eine erste Obduktion ergab keine Virenerkrankung, Botulismus könne allerdings nicht ausgeschlossen werden. Damit steigt die Gefahr auch für Hunde, die in den hiesigen Gewässern das kühle Nass genießen. Die Stadt Nettetal hat bereits Warnschilder an dem betroffenen Wasser aufgestellt. Die gefundenen toten Enten zudem zur pathologischen Untersuchung gegeben.

„Aufgrund der vorliegenden Umstände (schlechte Wasserqualität, Hitze, kleiner verhältnismäßig flacher Teich etc., Symptomatik der Tiere) gehen wir also stark davon aus, dass es sich um Botulismus handelt. Nach Absprache mit dem zuständigen Jagdpächter, diversen Telefonaten mit Behörden etc., haben wir dort am Dienstag lebende Enten gemeinsam mit der Feuerwehr retten können“, so Anna Pilz von der Organisation Fell & Federn Wildtierhilfe NRW auf der Vereins Facebookseite. (nb)

Foto: pixel2013/Pixabay

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