Möhrenernte im „Haus am Nordkanal“

Vom Garten auf den Tisch: Seniorinnen und Senioren des „Haus am Nordkanal“ genießen Möhrensalat aus eigenem Anbau.

Viersen – „Früher war hier draußen nicht viel – mehr Pflastersteine als Natur. Aber, wenn ich Zeit mit meinen älteren Menschen an der frischen Luft verbrachte, kamen wir oft auf Nutzgärten zu sprechen, die die meisten von ihnen früher bewirtschafteten. Ich merkte, wie tief das alles in ihrer Seele verwurzelt ist. Selbst kognitiv eingeschränkte Menschen schwelgten plötzlich in Erinnerungen und tauschten sich mit anderen darüber aus“, erinnert sich Betreuungskraft Helma Saunus an die Beweggründe, warum sie sich vor mehreren Jahren berufsbegleitend zur Gartentherapeutin ausbilden ließ.

Heute ist der von ihr und den älteren Leuten gepflegte, kleine, aber feine Therapiegarten fester Bestandteil der vollstationären Pflegeeinrichtung der Seniorenzentrum der Ev. Kirchengemeinde Viersen gGmbH.
Die Mitarbeit bei der Bearbeitung der Hochbeete und im Treibhaus ist für die Seniorinnen und Senioren eine ausgesprochen motivierende Tätigkeit. Letzte Woche wurden im Garten, vis-à-vis des Nordkanals, frühe Möhren geerntet.

Geistig rege Menschen verband dabei, wie immer, der „grüne Daumen“ mit demenziell veränderten Hausbewohnern und nicht erst beim anschließenden Verkosten eines frisch zubereiteten, knackigen und gesunden Möhrensalates entstand ein besonderes Gemeinschaftsgefühl.

Foto: Seniorenzentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Viersen gGmbH

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