Mönchengladbach: Zum Teil unsägliche Zustände bei der Führung für Radfahrende

Bei einem Baustellencheck in den vergangenen Tagen haben Mitglieder des ADFC Mönchengladbach e. V. katastrophale Zustände bei der Wegweisung und Verkehrsführung für Radfahrende festgestellt.

Mönchengladbach – Es sei nicht akzeptabel, dass Radfahrende an Baustellen in Mönchengladbach so extrem benachteiligt und gefährdet werden, kritisiert der ADFC Mönchengladbach. „Selbst erfahrene Radfahrer und Radfahrerinnen erleben die Führung zwischen Kfz, Bussen und Lkw als unsicher, die Kinder unserer Stadt und manche Senioren sind erst recht überfordert.“ Dabei böten gerade die Hauptverkehrsachsen genügend Platz um provisorische, aber sichere Fahrspuren für den Radverkehr zu schaffen. Dies gelte zum Beispiel für die Steinmetzstraße und die Korschenbroicher Straße.

„Dabei muss halt hingenommen werden, dass Spuren für Kfz temporär reduziert werden und deren Fahrzeiten sich übergangsweise etwas verlängern. Wenn der Straßenquerschnitt dafür nicht ausreicht und Radfahrende im Mischverkehr geführt werden, ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung zwingend erforderlich, kann für den Baustellenbereich ein Überholverbot von Zweirädern (neues Verkehrszeichen 277.1) angeordnet werden“, so der ADFC Mönchengladbach.

Umleitungsempfehlungen für Radfahrende sollten nach Meinung der Mitglieder nur ausnahmsweise eingerichtet, dabei zusätzliche Steigungen und erheblich längere Strecken vermieden werden. „Die Bürger unserer Stadt wollen besseren Radverkehr, die politische Mehrheit will die ‚Fahrradfreundliche Stadt Mönchengladbach‘.“ Dazu gehöre aber, dass die Verhältnisse sich stetig bessern und die Verantwortlichen tagtäglich um die Sicherheit der Fahrradfahrer und Fahrradfahrerinnen bemüht seien. „Wir haben den zuständigen städtischen Dezernenten zu einer Baustellenexkursion per Rad eingeladen um die Problematik zu erläutern und Lösungsansätze zu finden.“ (paz)

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