Müdigkeit verfliegt mit dem „Bombenkaffee“ auf dem Süchtelner Wochenmarkt

Die Arbeit im Schichtdienst ist nicht selten für den Arzt Dr. Moritz Tellmann und Intensivpfleger Kamil Albrecht. Da gilt es auch schon einmal eine Nacht durchzuhalten und gegen die Müdigkeit anzukämpfen. Nach sechs Monaten, 81 Teströstungen und 102 gemeinsamen Verkostungsschichtdiensten stellten sie nun ihren eigenen Kaffee vor.
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman

Korschenbroich/Viersen-Süchteln – Der Stand auf dem Wochenmarkt in Süchteln zieht stetig die interessierten Kaffeeliebhaber an, schließlich verspricht der „Schichtdienstkaffee“ Genuss ohne den üblichen bitteren Beigeschmack aus der Stationsküche. Den kennen die beiden Gründer Dr. Moritz Tellmann und Kamil Albrecht nur zu gut, die gemeinsam an der Städtischen Klinik in Mönchengladbach tätig sind. Deshalb tranken sie umso lieber den „Bombenkaffee“, den Oma Hedwig ihrem Enkel, Intensivmediziner, Anästhesist und Fitnesstrainer Moritz jahrelang zubereitet hat. Die Kapazitäten der heute 89-Jährigen für den professionellen Kaffeebetrieb waren allerdings begrenzt, im Gegensatz zu den Ideen, aus denen im vergangenen Jahr das Startup „The Bomb Coffee“ geboren wurde.

Damit dieser genauso schmeckt, wie ihn Oma Hedwig ihrem mittlerweile 36-jährigen Enkel machen würde, ist sie im Qualitätsmanagement hinter der Front tätig. „So wird sichergestellt, dass in jeder Tasse Bombenkaffee die nötige Portion Liebe und Lebenserfahrung steckt“, so die Gründer. „Denn nur wo Bomben-Oma draufsteht, ist auch Bomben Oma drin.“ Der fair gehandelte und nachhaltig angebaute Kaffee in der brasilianischen Cerrado-Mineiro-Region, übrigens einem Naturschutzgebiet, fiel aber natürlich nicht vom Himmel. Sechs Monate, 81 Teströstungen, 102 gemeinsame Verkostungsschichtdienste und unzählige Meetings mit Farmern sowie Röstern gingen voran. Das Aroma erhalten die Kaffeebohnen in einer Bremer Rösterei. „Entstanden ist ein Premiumprodukt, das uns energiereich und voll fokussiert durch den eigenen Arbeitsalltag auf der Intensivstation bringt“, erklären Moritz und Kamil. „Der Bombenkaffe ist ebenso ein ‚Must have‘ für jeden Schichtdienstarbeiter und privaten Genießer. Denn der edle Tropfen soll nicht nur wach machen, sondern auch schmackhaft sein … sehr schmackhaft.“

Fans gefunden hat der „stark, samtig und schokoladig“ schmeckende Schichtdienstkaffee innerhalb kürzester Zeit. Erhältlich ist er neben dem Angebot auf dem Süchtelner Wochenmarkt über einen Online-Shop (thebombcoffee.com) und eignet sich für die verschiedenen Zubereitungsmöglichkeiten auch auf dem Arbeitsplatz mit Filterpapier und Kaffeemaschine. Die Namensgebung lag ebenfalls nahe, denn er soll eben einschlagen wie eine Bombe, um die müden Geister wieder wach zu machen. (ea)

Die Arbeit im Schichtdienst ist nicht selten für den Arzt Dr. Moritz Tellmann (rechts) und Intensivpfleger Kamil Albrecht. Da gilt es auch schon einmal eine Nacht durchzuhalten und gegen die Müdigkeit anzukämpfen. Nach sechs Monaten, 81 Teströstungen und 102 gemeinsamen Verkostungsschichtdiensten stellten sie nun ihren eigenen Kaffee vor. Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz

 

2 Kommentare

  1. ….und wenn man sich die Preise anschaut,schüttelt man nur noch mit dem Kopf. Aber für Jahreseinkommen jenseits von 100.000 € sicherlich kein Problem 🤪🤪 Diese Klientel kauft ja auch vorzugsweise auf dem stets so üppig beschickten Wochenmarkt in Süchteln mit seinem so vielfältigen Angeboten. 🤦🤦🤦

  2. @Don Draper:
    Wer sein Hackfleisch für 99cent bei Netto, seine Milch für 45cent bei Aldi, aber seinen Handyvertrag für 39,99€ bei der Telekom bezieht, wird sich bei fair und direkt gehandeltem Premiumkaffee nicht wohlfühlen.

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