Musikalisch auf den Spuren von Heinz Luhnen

Eine besondere Ehrerbietung hatten Cony und Peter Ringendahl für den Dülkener Heimatdichter Heinz Luhnen vorbereitet, der an diesem Abend seinen 125. Geburtstag gefeiert hätte.

Viersen-Dülken – Volles Haus im Dülkener Hof, in den rund 70 Gäste den Weg zu einem besonderen Abend gefunden hatten. Am 25. Mai 1894 wurde Heinz Luhnen geboren und wäre in diesem Jahr 125 Jahre alt geworden. Grund genug um ihm einen besonderen Abend zu widmen. Luhnen war Heimatdichter und Komponist vieler bekannter Dülkener Lieder, so stammt auch die Hymne „Gloria tibi Dülken“ aus seiner Feder und auch „De Doelker send verröck“ wird heute immer noch gerne immer wieder gehört.

Cony und Peter Ringendahl hatten mit Einverständnis des Sohnes, Heinz Luhnen Junior, viele seiner Lieder neu arrangiert. Er selbst ließ sich diesen Abend als Ehrengast nicht entgehen. Die musikalischen Stücke wurden in einem Mix aus erzähltem Leben und seinen heiteren, aber auch ernsteren sowie Mut-machenden Liedern zum Besten gegeben, dazwischen gab es viel Interessantes zur Lebensgeschichte des Heimatdichters, der das Leben der Dülkener mit seinen Stücken heute noch prägt. Für Luhnen, der bereits mit 15 Jahren erblindete, spielte die Musik eine besondere Rolle – sie verhalf ihm sein Schicksal und Leben zu meistern. Seine Noten schrieb er nach Gehör, seine Texte in Blindenschrift, die er in Düren lernte.

Moderner und frischer waren die Lieder, die Peter Ringendahl für diese besondere Veranstaltung neu gestaltet hatte. Meist Karnevalslieder, die die Gäste mit Leib und Seele mitsingen konnten. Entstanden ist aus ihnen mit dem Titel „E Stöck von Dölke“ zudem eine CD, die im DülkenBüro sowie im Dülkener Büchereck für 11 Euro erworben werden kann (mit dem Erlös wird der Förderverein Narrenmühle unterstützt) – ein Stück Heimatgeschichte, bei dem jeder Karnevalist und Dülkener ehrfürchtig inne hält, wenn „Gloria tibi Dülken“ erschallt und die wohlbekannten Worte vom Wind zur Narrenmühle getragen werden. (cs)

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