„Muurejubbel“-Essen des MKVs

Seit vielen Jahren ist es Tradition, dass vor Beginn der neuen Karnevalssession am 11.11. das Muurejubbel-Essen beim Mönchengladbacher Karnevalsverband stattfindet. Dieser Abend, zu dem die heimischen Karnevalsgesellschaften eingeladen sind, dient dazu, den scheidenden Prinzenpaaren Dank zu sagen für die zurück liegende Zeit. Weiter wird an diesem Abend das neue Mottolied vorgestellt.

v.li.: Katrin, Michaela, Laura, Laraine, Nicole. Bianca fehlt. Rechts stellv. Vorsitzende Dr. Markus Hardenack

Mönchengladbach – Dr. Markus Hardenack, der stellvertretende Vorsitzende des MKV, begrüßte im Namen des urlaubsbeding abwesenden 1. Vorsitzenden Gert Kartheuser die zahlreich  erschienenen Karnevalisten mit den Worten: die Schützen haben sich mittlerweile verkrümelt, die Blätter fallen von den Bäumen und jetzt stehen wir vor einer neuen Session. Wir haben uns hier getroffen, um nicht nur Muurejubbel zu essen, sondern Dank zu sagen an die großartigen und mitreißenden Prinzenpaare. Gleichzeitig werden auch die Prinzenpaare der kommenden Session und das Mottolied des MKV vorgestellt.

Zur Unterstützung seiner Moderation holte Hardenack sich Dagmar Gaden, zuständig für den Fachbereich Kinder-, Jugend- und Schulkarneval im MKV, auf die Bühne.

Hardenack zog Bilanz über die wunderschöne Session 2018, die leider vorbei ist. Aus diesem Grunde bat er das noch amtierende Prinzenpaar Guido und Verena Gauls mit dem Hofmarschall Klaus Werthmann und dem neuen Adjutanten Christian Ernst auf die Bühne. Er bescheinigte den Beiden, dass sie sich in die Herzen der Bevölkerung eingeschlichen haben und dort für immer eingebrannt seien.

Dann ergriff Prinz Guido das Wort und führte an, dass man vor einem Jahr hier gesessen habe aber in drei Wochen schon wieder alles vorbei sei. Weiter merkte er an, dass in Mönchengladbach normal viel genörgelt werde, aber als Prinzenpaar habe man es ganz anders kennen gelernt. Sie seien überall herzlich aufgenommen worden und man sei mit der Freundlichkeit der Menschen durch die Session getragen worden. Sein besonderer Dank ging an den MKV-Vorstand. Als Außenstehender wisse man nicht, welche Arbeit dieser leistet. Dies habe man erst in der Zeit als Prinzenpaar wahrgenommen

Auch Prinzessin Verena hatte noch einiges zu sagen. Als erstes wollte sie einmal in einer Reihe mit dem Hofstaat stehen, der sonst immer hinter ihnen gestanden habe. Sie dankte allen Karnevalsgesellschaften und auch Privatpersonen, die sie so unterstützt haben und ihnen soviel Herzlichkeit entgegen gebracht haben. Weiter ging ihr Dank an den MKV, der es ihnen ermöglicht hatte, dieses Amt zu bekleiden. Aber sie freut sich jetzt schon auf die kommende Session, da sie die Mutter der designierten Kinderprinzessin Lara ist.

Dagmar Gaden führte noch an, dass Prinzessin Verena nach Aschermittwoch erklärt habe, sie habe es durchgezogen, aber sie würde es nochmals tun. Auch dem Hofstaat mit Klaus Werthmann, Dieter Lichtenhahn und Dirk Weise wurde gedankt für die Unterstützung des Prinzenpaares, sei es durch Tanz oder Optik. Nachdem die Präsente an die scheidenden Tollitäten überreicht wurden, erfand Dagmar einen neuen Schlachtruf und zwar „Danke…schön“.

Dann hieß es auch Danke zu sagen an das Kinderprinzenpaar Yannick und Annika mit Hofmarschall Hajo Hering. Dagmar Gaden bescheinigte den Beiden, Vollkarnevalisten zu sein und dem großen Prinzenpaar in keiner Weise nach gestanden zu sein. Sie haben die Jugend bei allen Sitzungen super vertreten, sie haben sich ergänzt und ihren Charme rüber gebracht.

Yannick hatte sich für die Session viel vorgenommen und gewünscht und alles durchgeführt. Er konnte nur von einer bombastischen Session sprechen. Annika fand die Session nur einzigartig und einmalig und wird auch weiterhin dem Karneval treu bleiben.

Nachdem die Beiden ihre Gutscheine erhalten hatten kam der neue Schlachtruf Danke…schööön wieder zum Einsatz.

Aber was ist ein karnevalistischer Abend ohne das Maskottchen des MKV „Bernie“. Unter den Klängen des Liedes „Karneval, jeder Tag mit dir ist schön“, eigens für Bernie geschrieben, marschierte er in den Saal ein. Um seinen Bernie-Tanz nicht allein vorführen zu müssen, wurden die amtierenden und die designierten Prinzenpaare auf die Bühne gebeten, die ihren Bernie auch tatkräftig unterstützten.

Dann wurde Bernie in die „Kiste“ geschickt, damit er für die kommende Session fit ist.

Es erfolgte dann die Vorstellung der Junioren im Mönchengladbach Karneval und zwar das neue Kinderprinzenpaar Lukas Leuer und Lara Gauls. Dagmar Gaden erklärte ihnen, dass es in 30 Tagen los gehe und zwar am 17.11. im Haus Erholung. Dort werden sie vorher abgeschirmt und müssen warten, bis die Proklamation erfolgt. Die Beiden freuen sich, wenn es richtig los geht, aber im Vorfeld war natürlich einiges vorzubereiten, so z.B. das Ornat aussuchen und die Orden gestalten. Um sich den Anwesenden, die nicht auf dem Hoffest waren, noch einmal vorzustellen, erzählten sie auf welcher Schule sie sind und welche Hobbies sie haben.

Zwei Tiere spielen im Leben der zwei eine große Rolle: einmal die Eule für Lukas, denn das ist das Maskottchen der Karnevalsgesellschaft Uehllöeker und für Lara der Pinguin, denn sie ist Mitglied der Großen Rheydter Prinzengarde, die einen Pinguin als Maskottchen hat. Ein großer Wunsch von Lara wäre es, einmal mit Yann Sommer von Borussia Mönchengladbach in das Stadion einlaufen zu dürfen. Vielleicht könnte ihr dieser Wunsch in der kommenden Session als Prinzessin erfüllt werden.

Zur Überraschung der Gäste ergriff jetzt Thomas Schmitz, Präsident der Karnevalsgesellschaft Schwarz-Gold Rheydt das Wort. Er erklärte, dass sechs Mädchen seiner Gesellschaft im letzten Jahr in geheimer Mission ein Vereinslied erstellt und dieses der Gesellschaft geschenkt hatten. Der Text stammt von Rolf Gaden, der für viele Lieder verantwortlich ist. Als dann im Sommer die Anfrage des MKV kam, ob sie bereit wären das Mottolied „Gladbach blüht auf“ zu singen, war die Freude natürlich riesen groß. Auch hier stammt der Text von Rolf Gaden.

Jetzt standen Katrin, Michaela, Laura, Laraine und Nicole (leider fehlte Bianca urlaubsbedingt) auf der Bühne und gaben ihr Debüt mit dem Lied. Hierzu kann man nur sagen: es wird ein Knaller der ins Blut geht und auch ein sogenannter Ohrwurm.

Rolf Zingsem, Gastwirt „Alt Eicken“
Josef Katz und Uli Leuchter mit Muurejubbel

Damit die Gäste nicht verhungerten, gab es zur Pause den berühmten Muurejubbel, gekocht und mit Liebe zubereitet vom Wirteehepaar Rolf und Marita Zingsem in der Gaststätte „Alte Eicken“. Allen hat es so gut geschmeckt, dass sogar noch eine zweite Portion verdrückt wurde.

Zum Schluss stand noch die Vorstellung des designierten Prinzenpaares Dirk und Martina Weise an. An Dirk gewandt meinte Hardenack, dass er schon ein Bühnenprofi sei, obwohl er noch nicht proklamiert ist. Erst sei er Gardist gewesen, dann zwei Jahre Adjutant und jetzt stehe er hier als Prinz.

Dirk hat vor ca. 6 – 7 Jahren bei der Prinzengarde der Stadt Mönchengladbach angefangen, wurde Ordensmeister, in den Hofstaat berufen und jetzt steht er hier. Das sei ein Amt, darüber gibt es fast nichts mehr. Durch seine Aktivitäten habe er viele Freunde kennen gelernt und findet immer wieder neue, das ist das Beste was man haben kann.

Hardenack wandte sich an Martina mit der Frage, ob er alle Waffen eines Mannes heraus geholt habe, um sie zu überreden. Hierauf erwiderte sie, dass sie eine Woche überlegt habe und dass man dieses nur einmal macht, genau wie kirchlich zu heiraten. Und warum sie Prinzessin geworden sei kam die Antwort, weil ich einen Prinzen geheiratet habe.
Sie stellten sich noch einmal vor mit ihrem Berufs- und Familienleben und stellten ausdrücklich fest, dass sie zwei Kinder, die schon aus dem Haus sind und drei Fellnasen haben.
Da es schon seit vielen Jahren üblich ist, dass die Prinzenpaare für einen guten Zweck sammeln anstatt Geschenke zu erhalten, wurde noch einmal bekannt gegeben, wofür die beiden gerne ihre Spende hätten und zwar für die Insel Tobi. Die Insel Tobi ist ein Beispiel für gelebte Solidarität, Respekt und ethisch-religiöse Kompetenz. Sie bietet Familien mit unheilbar kranken Kindern eine „Auszeitpflege“ an. Dieses Kurzzeitpflegeangebot am Krankenhaus Neuwerk in Mönchengladbach ist absolut verlässlich, ohne finanzielle Hürden, auch in den Ferien.
Da die Krankenkassen diese Hilfe nicht finanziert, ist die Insel Tobi auf Spenden angewiesen und hierbei möchte das Prinzenpaar diese unterstützen. Ein gemütlicher und lustiger Abend ging damit zu Ende. (Marlene Katz)