Nachlese zum Fest am See im Wickrather Schloßpark Nr. 44

Dieses wurde 1975 vom damaligen Heimat- und Verkehrsvereins Wickrath-Vorsitzenden Kurt Jacobi ins Leben gerufen. In den Jahren 1975 und 1976 hieß es noch „Biwak“! Ab 1977 wurde es in „Fest am See“ umbenannt.

KG „Die Kreuzherren Wickrath“ Tanzsterne und Schloßgarde (Foto: KG)

Mönchengladbach-Wickrath – Als Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, Peter Schlipköter (MGMG), Uli Mones (Vorsitzender HuVV) Bezirksvorsteher-West Arno Oellers und Frank Nießen (Moderator von Radio 90,1) um 19 Uhr die Bühne betraten, um das 44. Fest am See offiziell zu eröffnen, ließ der Regen nach. Begonnen hatte der Samstag mit dem Ende der Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 40°.

Ein besonderer Höhepunkt beim diesjährigen Fest am See war der erste Mönchengladbacher „Concours d’Élegance“, eine prächtige Kutschen-Präsentation, zu der historische Ein- bis Vierspänner aus ganz Deutschland gezeigt wurden. Die meisten der Pferdegespanne wurden um 1900 gebaut und stilgerecht restauriert.

AnsingChor

Der Höhepunkt ist aber der traditionelle Open-Air-Gottesdienst. Dieser ökumenische Gottesdienst mit Pfarrerin Esther Gommel-Packbier und Gemeindereferentin Rita Weber wurde trotz unbeständigen Wetters von sehr vielen Gästen besucht. Der Gottesdienst stand hatte das Thema „Sei eine Note in Gottes Melodie“. Die musikalische Begleitung hatten wieder die Jagdhornbläsercorps aus Rheydt und Mönchengladbach unter der Leitung von Ulrich Jarzab, Musikalischer Leiter vom Corps Mönchengladbach. Erstmals war auch ein Damen-Quartett, der „AnsingChor“ dabei.

Pfarrerin Esther Gommel-Packbier und Gemeindereferentin Rita Weber

Hier eine kleine Auslese von Rita Weber daraus: „Durch uns soll die Liebe Christi bejubelt und bekräftigt werden, voller Überzeugung und aus der Tiefe unserer Überzeugung für unseren Glauben.“ So begann Weber ihre Ansprache. Für jeden hat Gott sozusagen eine Stimme, eine Lebensmelodie. Wenn jeder die ihm zugedachte Melodie in sich aufnimmt und zum Klingen bringt, dann wird das Zusammenspiel aller Stimmen so etwas wie eine Symphonie – Balsam für die Seele.

Eine kleine Fabel erzählt: „Dem Esel ging das Lied der Nachtigall auf die Nerven.“ Der Wolf brachte ein Verbot. „Wenn sie wenigstens was Zeitgemäßes singen würde, aber so ist das ohne Nutzen. Da die Nachtigall nicht mehr singen durfte, wurde sie krank und starb. Den Tieren fehlte etwas. Sie konnten nicht verstehen, was die Nachtigall sang. Jetzt verstanden sie es: sie sang sich selbst.“

Bei einem Rundgang stellte man wieder mal fest, zu hungern brauchte niemand. Da war zum einen die Reibekuchenbude von Frank Beier mit Clarissa, Auguste und andere Mitarbeiter und die leckeren Würstchen von Willi III. Kebben. Dessen Großvater Willi I. (Titel: Reisemetzger) war 1975, danach sein Vater, Willi II. schon dabei. Also die Firma Wilhelm Kebben & Sohn ist ein Urgestein dieses Festes und ist von Anfang an dabei.

Auch ein heimischer Landwirt war vertreten: Vater und Sohn Engels, vom „Finkenberger Hof“ in Wickrathberg. Hier konnte man sich informieren, was es da im Hofladen „Marktschwärmer“ gibt. Es gab auch Saatgut für einen blühenden, Insektenfreundlichen Garten.

So tanzten beide Garden der KG „Die Kreuzherren Wickrath“ (Tanzsterne und Schloßgarde) (oben) gemeinsam, von den KF Schwarz-Gold Odenkirchen die Golden Dancers, mit den Trainerinnen Bianca und Sonja und zwei Mariechen (li.) der HKG Ruet-Wiss-Okerke (Burggrafengesellschaft) auf der Bühne.  (Text & Fotos: Josef Katz)