Narrenmühle Dülken: Gutachter empfiehlt eine komplette Sanierung in der Werkstatt

Der von der Stadt Viersen beauftragte Gutachter hat die ersten Ergebnisse seiner Untersuchung der Dülkener Narrenmühle mitgeteilt, so die Stadt Viersen in einer Pressemeldung. In der ersten Einschätzung bestätigt er die Entscheidung der Stadt, die Mühle mit einer Stahlkonstruktion abzustützen. Die Konstruktion sorge dafür, dass das Dülkener Wahrzeichen sicher steht. Das gibt den Beteiligten Zeit, sorgfältig über weitere Schritte zu beraten.

Foto: Rheinischer Spiegel/Olaf Josten

Viersen-Dülken – Der genaue Blick unter die Außenhaut der Mühle hat ergeben, dass Teile des Holzes etwa 100 Jahre älter sind als der Mühlenbau selbst. Das steigert die Bedeutung des Bauwerks als Denkmal. Nach Ansicht der Stadt Viersen erhöhen sich damit die Chancen darauf, dass das Land und der Bund die Sanierung der Mühle fördern.

Der Gutachter sagte, dass etwa zwei Fünftel der Fachwerk-Balken verfault sind. Auch der Zustand einiger anderer Elemente sei sehr bedenklich. Diese Teile müssen nach Einschätzung des Gutachters erneuert werden. Der Umfang der erforderlichen Restaurierung sei so groß, dass die Mühle vom Unterbau abgehoben und in der Werkstatt saniert werden sollte.

Das detaillierte Gutachten, aus dem der genaue Umfang der nötigen Arbeiten hervorgeht, wird gerade erstellt. Hier sind noch weitergehende Abstimmungen mit dem Gebäudemanagement der Stadt erforderlich. Erst danach können die Kosten und die Dauer einer grundlegenden Sanierung abgeschätzt werden. Über die Mitteilung an die Ratsmitglieder hinaus, hat der Fachbereichsleiter Gebäudemanagement bei der Stadt Viersen, Ralf Lentzen, dem Ausschuss für Bauen, Umwelt- und Klimaschutz in dessen Sitzung am Donnerstag, 3. Mai, einen mündlichen Bericht gegeben. Lentzen sagte, er sehe gute Chancen, dass die Sanierung der Narrenmühle mit Fördergeldern unterstützt werde. Er rechne damit, dass das schriftliche Gutachten im Juli 2018 vorliege.

Der zuständige Dezernent, Beigeordneter und Stadtkämmerer Norbert Dahmen, reagierte ebenfalls positiv auf die Rückmeldung des Gutachters. Durch die erfolgreichen Sicherungsmaßnahmen bleibe ausreichend Raum, die detaillierte Bewertung des Gutachters abzuwarten und anschließend über die weiteren Schritte zu beraten: „Erst einmal steht die Narrenmühle sicher“, sagte Dahmen. „Und wenn es erforderlich sein sollte sie abzubauen, dann nur, um sie für die Zukunft dauerhaft fit zu machen.“