Narrenmühle: Stahlstützen sollen für Stabilität und Sicherheit sorgen

An der Dülkener Narrenmühle haben am Mittwoch, 31. Mai 2017, die Arbeiten zur Stabilisierung des Denkmals begonnen teilte die Stadt Viersen mit. Bei routinemäßigen Kontrollen waren Schäden am sogenannten Hausbaum festgestellt worden. Dieser Teil der Konstruktion trägt den drehbaren Teil der Bockwindmühle. Aufgrund der festgestellten Schäden ist die Standsicherheit der Mühle bei starkem Wind oder Sturm nicht gewährleistet.

Viersen – Beigeordneter Norbert Dahmen, zu dessen Dezernat das städtische Gebäudemanagement gehört, sagte: „Um eine Gefährdung insbesondere von Menschen, die sich in der oder rund um die Mühle aufhalten, auszuschließen, musste die Stadt sofort handeln. Dabei steht die Sicherheit im Vordergrund. Die Mühle braucht wieder einen sicheren Stand. Erst danach können Überlegungen für weitere Maßnahmen folgen.“

Am Mittwoch wurde zunächst der Bereich rund um die Mühle mit einem Bauzaun abgesperrt. Anschließend wurden in dem abgesperrten Areal Pfähle im Boden verankert. An diesen Pfählen sowie an der Mühle werden am Donnerstag Stahlseile befestigt. Diese sollen die Mühle stabilisieren und verhindern, dass sie bei einem Gewittersturm zu einer Gefahr für Passanten wird.

Im nächsten Schritt wird der Oberteil der Mühle durch eine Stahlkonstruktion abgestützt. Diese soll den Hausbaum so weit entlasten, dass die Narrenmühle sicher steht. Das Gebäudemanagement der Stadt Viersen hat mit Blick auf die bestehende Gefahr entsprechende Angebote für die Sicherungsarbeiten eingeholt. Die Vergabe soll kurzfristig erfolgen. Genaue Angaben zu den Kosten kann die Stadt Viersen noch nicht machen.

Sobald die Sicherung montiert, geprüft und abgenommen ist, wird es wieder möglich sein, die Mühle und das Museum der Narrenakademie zu öffnen. Dann werden auch der Bauzaun und die Halteseile wieder demontiert. Norbert Dahmen: „Natürlich wollen wir, dass das Dülkener Wahrzeichen so schnell wie möglich wieder zugänglich wird. An erster Stelle steht aber die Sicherheit. Darum bleibt die Mühle erst einmal geschlossen.“

Foto: Georg Grohs