Naturschutzgebiet „De Meinweg“: Mit Löschrucksäcken gegen die Glutnester

Bei den Heide- und Waldbränden im Gebiet Niederkrüchten / Meinweg haben die deutschen und niederländischen Einsatzkräfte in den letzten Stunden (23. April, 20.30 Uhr) die Feuerherde gemeinsam am Boden und aus der Luft bekämpft.

Region – Die niederländische Einsatzleitung kann, solange es die Helligkeit zulässt, auf die Unterstützung dreier Löschhubschrauber des Militärs zurückgreifen.

Parallel hat die deutsche Bereitschaft aus dem Ruhrgebiet die Brandbekämpfung am Boden aufgenommen. Mit 20-Liter-Löschrucksäcken und Spitzhacken spüren sie im Gebiet, das für Einsatzfahrzeuge und Schläuche unzugänglich ist, Brandnester am und im Boden auf. So können sie diese potentiellen Feuerquellen punktuell löschen. Aktuell zeigen die Maßnahmen Erfolg: Es gibt bis auf diese offengelegten Brandnester keine lodernden Feuer in Grenznähe. Die deutschen Kräfte führen diese mühsamen Arbeiten auch während der Nachtstunden aus – soweit es die Sicht zulässt. Die lokalen Kräfte übernehmen die großflächigen Brandwachen. Insgesamt sind knapp 200 Kräfte über die Nacht im Einsatz. Erfahrungsgemäß nehmen nicht nur die Temperaturen, sondern auch der Wind nachts ab.

Die Ablösung für die Feuerwehrleute kommt am frühen Morgen. Dann sind zwei neue Bereitschaften aus Nordrhein-Westfalen angekündigt – insgesamt rund 300 Einsatzkräfte mit Fahrzeugen und Geräten. In den frühen Morgenstunden überfliegt auch der Helikopter des Landespolizei mit hochauflösender Wärmebildkamera das 200 Hektar große Brandgebiet. So kann die Einsatzleitung den Erfolg der Löschmaßnahmen bewerten und sehen, wo aktuell Brandnester zu finden sind. Anschließend werden die Maßnahmen für den Tag mit den Kollegen der Niederlande besprochen.

Foto: Rheinischer Spiegel/Nadine Ehms

Löscharbeiten gehen weiter
Einsatzkräfte löschen Glutnester und fluten einen Graben an der Grenze

Zwei Bereitschaften – rund 300 Einsatzkräfte – haben sich am Freitagmorgen (24. April – 9 Uhr) auf den Weg zu Brandherden der Heide- und Waldfeuer in Niederkrüchten / Meinweg gemacht. Im Einsatz sind Kameraden aus den Städten Düsseldorf und Duisburg sowie der Kreise Kleve, Wesel, Mettmann und Neuss. Die eine Hälfte der Einsatzkräfte setzt die mühsame Arbeit des Vortags fort: Mit Spitzhacke und Löschrucksäcken ausgestattet, spüren sie Glutnester am und im Boden auf und löschen punktuell die möglichen Brandherde. Die andere Hälfte flutet den Graben entlang der Grenze, um eine Ausbreitung möglicher Bodenfeuer zu verhindern.

In der Nacht hatten diese Aufgabe rund 150 Feuerwehrleute aus dem Ruhrgebiet übernommen. Dabei kam es zu keinen größeren Bodenfeuern. Mit Tagesanbruch steigen jedoch die Temperaturen und der Wind frischt auf. Wichtige Erkenntnisse für die Einsatzleitung bieten die Aufnahmen, die ein Hubschrauber der Landespolizei mit einer Wärmebildkamera am Morgen gemacht hatte. Dort wurden mehrere Glutnester am Boden ausfindig gemacht.