Naturschutzgebiet „De Meinweg“ – Wenn das Feuer erlischt, starten die Tierschützer

Bereits seit Dienstag sind neben den Einsatzkräften im grenzüberschreitenden Naturschutzgebiet ebenfalls Tierschützer vor Ort und stehen in Bereitschaft, um den tierischen Bewohnern der Heide- und Waldlandschaft zu helfen, die durch den Brand in Not geraten sind.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Region – Das verheerende Feuer, welches rund 200 Hektar Heide- und Waldlandschaft im Naturschutzgebiet „De Meinweg“ in den vergangenen Tagen zerstört hat, scheint unter Kontrolle gebracht zu sen. Von der Luft aus werden mittels einer Wärmebildkamera Glutnester gesucht, immer noch sind die Löschhubschrauber im Einsatz. Die Einsatzkräfte waren seit Montag Tag und Nacht vor Ort tätig.

Bei der Einsatzleitung auf deutscher Seite, am alten Flugplatz in Elmpt, steht seit Dienstag zudem ein Leitungsteam der Wildvogelhilfe Mönchengladbach, Tier-Notruf.de und der Notfelle Niederrhein bereit. Sie koordinieren das Team, dem sich ebenfalls Mitglieder der Gruppen Fell & Federn, Tier Refugium Wegberg sowie anderen Wildtierhilfen angeschlossen haben. Abwechselnd warten sie ununterbrochen, um für die Erstversorgung vor Ort und Fahrten zu Tierärzten einsatzbereit zu sein. Zurzeit ist der Zugang zu den verbrannten Bereichen untersagt, die Tierschützer hoffen, dass sie am Freitag oder Samstag mit einer Sichtung beginnen können.

Foto: Rheinischer Spiegel/Nadine Ehms

„Gerade bei Wildtieren muss immer gut abgewogen werden, ob eine Verletzung einer Sicherung bedarf, denn der Stress der Sicherung, Behandlung und Gefangenschaft wäre unter Umständen schlimmer und auch lebensbedrohlicher, als eine kleine Verletzung die eventuell selbst heilt“, so Nadine Ehms, Vorstandsmitglied der Notfelle Niederrhein.
Je nach Situation wird zwei bis drei Mal am Tag mit dem Jäger und dem Einsatzleiter der Feuerwehr erörtert, wo und wann die Tier- und Naturschutzvereine aktiv werden können. Die Feuerwehr ist an der Einsatzleitstelle mit Transportboxen versorgt und kann in Abwesenheit der Ehrenamtlichen Tiere sichern. Ebenfalls der Hubschrauber, welcher nach den Glutnestern sucht, hat ein Auge auf mögliche verletzte Tiere, die in einem solchen Fall der Einsatzstelle gemeldet werden.

„Wir alle hoffen natürlich, dass wir keine verletzten Tiere finden und viele flüchten konnten. Wenn alles gut läuft dann muss kein Tier gesichert werden und kein Tier versorgt oder zum Arzt gebracht werden“, ergänzt Nadine Ehms, die erst spät am gestrigen Abend nach Hause zurückkehrt. (nb)