Nettetal: Stuckateur Hans Brünken erhielt den Diamantenen Meisterbrief

Den Diamantenen Meisterbrief hat die Handwerkskammer Düsseldorf dem Nettetaler Stuckateurmeister Hans Brünken verliehen.

Nettetal – 60 Jahre nach seiner Meisterprüfung nahm der 85-jährige Hinsbecker die Urkunde bei der Versammlung der Stuckateur-Innung Viersen-Krefeld in der Gaststätte „Secretis“ in Nettetal entgegen. Überreicht wurde sie von Innungs-Obermeister Roland Gerhards und Marc Peters, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niederrhein.

Brünken machte 1958 seinen Meister in Düsseldorf als Jahrgangsbester. Nach einer Lehre als Technischer Zeichner hatte er die Gesellenprüfung als Stuckateur im elterlichen Betrieb absolviert. Sein Vater Ludwig hatte das Unternehmen 1946 gegründet. 1978 übernahm Hans Brünken die Firma, bei der er zuvor als Meister mitgearbeitet hatte.

Mit dem Diamantenen Meisterbrief ist jetzt, 60 Jahre nach der Prüfung, der Stuckateurmeister Hans Brünken (2.v.l., neben ihm seine Frau Anneliese) geehrt worden. Die Auszeichnung überreichten Innungs-Obermeister Roland Gerhards (l.) und Marc Peters (r.), Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niederrhein.
Foto: Kreishandwerkerschaft

Er spezialisierte sich auf die Denkmalpflege und restaurierte zahlreiche Kirchen in der Region, arbeitete aber auch in weltlichen Bauten, beispielsweise an den Stuckdecken in der Sparkasse in Kempen. Das größte Projekt war die Sanierung der Lobbericher Pfarrkirche St. Sebastian. Im Jahr 2003 gab Brünken die Firma aus gesundheitlichen Gründen auf.

Der Stuckateurmeister hat sich jahrzehntelang ehrenamtlich für seinen Berufsstand engagiert. Er war von 1986 bis Ende 2006 Obermeister der damaligen Stuckateur-Innung Kempen-Viersen, deren Fusion mit der Krefelder Innung Anfang 2007 er mitgestaltete. Die Innung ernannte ihn zum Ehrenobermeister. Lange Jahre arbeitete er im Vorstand der früheren Kreishandwerkerschaft Viersen sowie im Prüfungs- und Aufgabenausschuss an der Handwerkskammer Düsseldorf mit. 25 Jahre lang gehörte er dem Vorstand des Stuckgewerbe-Verbandes NRW an. Für sein Engagement wurde er mit der Bronzenen und Silbernen Verdienstmedaille der Kammer sowie mit den Ehrennadeln in Silber und Gold des Stuckgewerbe-Verbandes NRW ausgezeichnet.

Hans Brünken ist seit 1959 mit seiner Frau Anneliese verheiratet. Die beiden haben zwei Söhne und vier Enkel. „Die Familie ist mein großes Hobby“, erzählt der Geehrte. „Ich würde alle gerne viel öfter sehen.“ Sein früheres Hobby, die Gartenarbeit, hat er aus gesundheitlichen Gründen zurückgeschraubt: „Ich versuche, Haus und Hof in Ordnung zu halten“, sagt der 85-Jährige. In der Hinsbecker Pfarrgemeinde St. Peter war er 25 Jahre lang im Kirchenvorstand. Weiterhin hat sich der Stuckateurmeister für den Verkehrs- und Verschönerungsverein Hinsbeck engagiert. Ein Beispiel: Er plante und leitete die Restaurierung des Kriegerehrenmals in Hinsbeck.