Nettetaler Fell & Federn Wildtierhilfe nimmt Arbeit wieder auf

Seit einer Durchsuchung im März musste die engagierte Tierschutzorganisation Fell & Federn Wildtierhilfe NRW aus Nettetal mit der Tierschutzarbeit vor Ort pausieren. Nach einem Gespräch mit dem Kreis Viersener Landrat und einer Überprüfung der Behörden kann nun die Arbeit zunächst wieder aufgenommen werden.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Kreis Viersen/Nettetal – Nachdem dem Kreis Viersen eine unerlaubte Aufnahme von Wildtieren bei der Nettetaler Tierschutzorganisation Fell & Federn Wildtierhilfe NRW angezeigt wurde und eine Hausdurchsuchung im vergangenen März erfolgte, verhärteten sich die Fronten zwischen den zuständigen Behörden und der Gruppe ehrenamtlicher Tierschützer im Kreis Viersen.

Im Juli sollte ein Gütetermin zwischen den zuständigen Kreisämtern und den ehrenamtlichen Tierschützern die aktuelle Problematik auflösen. Landrat Dr. Andreas Coenen sagte hierzu: „Die ehrenamtliche Arbeit engagierter Bürgerinnen und Bürger ist auf vielen Feldern eine wichtige Stütze. Ich schätze dieses Engagement sehr. Darum bin ich froh, dass wir einen Weg gefunden haben, wie die ehrenamtliche Tätigkeit der Wildtierhilfe rechtmäßig fortgesetzt werden kann. Unser gemeinsames Ziel ist es, unnötiges Leid von Tieren zu verhindern. Damit dies gewährleistet ist, sind bestimmte Fachkenntnisse und geeignete Unterbringungsmöglichkeit erforderlich. Der Kreis ist hier gerne behilflich.“

Den Worten sollten nun Taten folgen, so war am Mittwoch vergangener Woche das Veterinäramt und die untere Naturschutzbehörde zusammen mit einer Biologin vom LANUV bei der Ehrenamtlerin Anna Pilz zu Besuch um die verfügbaren Volieren und Gehege zu begutachten und um eine erste Einschätzung hinsichtlich der Sachkunde der Mitglieder gewinnen zu können. „Es war ein gutes Gespräch und ich bin sicher, dass es nun für die wild lebenden Tiere im Kreis Viersen bergauf gehen wird“, so Anna Pilz in ihrer aktuellen Meldung, die seit letztem Freitag nun eine vorläufige Erlaubnis hat Wildtiere begrenzt aufzunehmen. Lange dauert dies nicht, denn bereits in dieser Woche traf der erste Spatz aus Nettetal-Hinsbeck bei ihr ein. „An solch heißen Tagen springen Gebäudebrüter leider häufig aus ihren Nestern. Der Kleine wurde von seinen Findern super erstversorgt, so kam er gewärmt und mit zwei Fliegen im Magen bei mir an“, erklärt die Tierschützerin, die sich beim Veterinäramt und der Unteren Naturschutzbehörde für das entgegengebrachte Vertrauen bedankt. (cs)

Foto: PublicDomainPictures/Pixabay