Nettetals Weihnachtsmärkte abgesagt – Shoppen statt Marktbummel

„Wir tragen die gesundheitliche Verantwortung für unsere Gäste. Wir mögen nicht darüber nachdenken, wenn etwas passieren sollte“, so Claudia Willers von „Kaldenkirchen AKTIV“ zur erneuten Absage der Nettetaler Advents- und Weihnachtsmärkte.

Nettetal – „Es war alles organisiert für schöne Adventswochenende in Nettetal“, so die Vorsitzenden des Breyeller Verkehrsvereins Phillip Hamanns und Holger Michels. So wurde in Lobberich die Weihnachtsbeleuchtung erweitert und aufgehübscht und coronagerechte Marktpläne mit weihnachtlichen Angeboten für den Breyeller Lambertimarkt, die Kaldenkirchener Innenstadt und den Lobbericher Alten Markt mit der Stadt abgestimmt. Viele Vereine und Gruppen haben ihr Angebot geplant.

„Wir alle, ob als Teilnehmer oder als Organisations-Teams, haben uns mit großem Enthusiasmus und viel Freude auf unsere Adventveranstaltungen vorbereitet. Corona zum Trotz sollte man bummeln und vorweihnachtliche Atmosphäre genießen können.“ Die pandemische Lage und die „2G- Regelung“ macht es aber den ehrenamtlichen Aktiven nahezu unmöglich die Verantwortung für ein ordnungsgemäßes Marktgeschehen zu übernehmen und die gesundheitliche Unversehrtheit der Besucher und Beschicker zu gewährleisten. Trotz Hilfsangebot der Stadt bleiben viele organisatorische und finanzielle Hürden, um über ein Hygienekonzept die gewollten Kontaktbeschränkungen durch nachhaltige Kontrollen durchzusetzen. Durch die Absage entfallen auch die Verkaufsoffene Sonntage am ersten und zweiten Advent.

„Wir lassen uns aber nicht entmutigen“ so der Lobbericher Vorsitzende des Verkehrs- und Verschönerungsverein Ralf Stobbe, der mit seinem Kollegen vom Werbering Thomas Leuf über andere Angebote in der Innenstadt berichtete. So könnte ein Late-Night-Shopping in den einzelnen Stadtteilen zum Bummeln einladen. Hierzu bestehen bereits z. B. für Kaldenkirchen schon Planungen. Für die Organisatoren haben die beiden letzten Jahren nämlich gezeigt, dass Einzelhandel und Kundschaft beim Einkauf Regeln einhalten. Verantwortung füreinander und Einkaufsatmosphäre schließen sich nicht aus. „Heimatshoppen statt Interneteinkauf“, heißt es für Nettetals Wirtschaftsförderer Hans-Willi Pergens. (opm)

 

Ein Kommentar

  1. Eine gute, wenn auch Herz zerreißende, Lösung.
    Hier sprechen Vernunft und Einsicht. Es ist leider nicht anders möglich. Kontakte müssen vermindert werden, auch draußen. Es gibt nichts gravierenderes als Menschenansammlungen.

    Bleibt nur zu hoffen, dass der örtliche Einzelhandel ebensolche Einsicht zeigt und den Zutritt freiwillig reduziert.

    Wartet nicht auf staatliche Reglementierung.

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