Neuanfang in neuen Räumen: Brüggener Hospizdienst ZAPUH Grenzland

Der Hospizdienst ZAPUH Grenzland konnte im vergangenen Monat aufgrund einer Mietpreisspende in neue Räume im Erdgeschoss des Hausarztzentrums ziehen. „Wir sind aus allen Nähten geplatzt in unserem 13 qm-Büro“, erläutert Ida Lamp, die Koordinatorin des Hospizdienstes.

Foto: privat

Brüggen – „Ordner standen schon auf dem Boden und Materialien haben wir in den Ecken gestapelt.“ Der neue großzügige Raum mit kleinen Nebenräumen ermöglicht nun auch Fortbildungen und Gruppengespräche, für die zuvor Räume gemietet werden mussten. „Jetzt können wir Besuchern auch mal etwas zu trinken anbieten; das schafft gleich eine andere Atmosphäre“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Josef Kriegers.

Noch steht das ein und andere aus, um der Multifunktionalität des Großraumes gerecht zu werden, aber das braucht noch ein bisschen Zeit. Die Stühle und Tische leiht derzeit noch das Hausarztzentrum dem Hospizdienst aus. Für eine kleine Sitzecke wird noch gespart. Regale wurden bereits gespendet und auch eine alte Küchenzeile tut dem Hospizdienst gute Dienste.
Aber die Räume sind nicht das einzige Neue. Der Hospizdienst freut sich, dass er aufgrund einer Geldspende der Postcodelotterie zwei ehemals ehrenamtlich Engagierte nun als hauptamtliche Kräfte anstellen konnte.

Birgit Reimsbach (58) und Bettina Leweke (54) unterstützen als Teilzeitkräfte den Dienst und wollen dafür sorgen, dass ZAPUH „ansprechbar“ ist für alle Hochbetagten und ihre Angehörigen. Birgit Reimsbach ist seit 35 Jahren Brüggenerin. Sie war als Diakonin in der evangelischen Kirchengemeinde Brüggen-Elmpt tätig und kennt Land und Leute. Bei ZAPUH ist sie seit drei Jahren neben der Sterbebegleitung auch im Büro und in der Veranstaltungsorganisation tätig. Bettina Leweke ist Neu-Brüggenerin. Als frisch gebackene Altenpflegerin arbeitet sie bei einem Mönchengladbacher Pflegedienst. „Da will ich auf jeden Fall auch stundenweise bleiben, denn der Praxisbezug ist mir wichtig“, sagt Leweke. „Mein Herz schlägt für die Pflege.“

In den kommenden Monaten absolvieren sie beide neben einer PalliativeCare-Ausbildung, bei der sie schon Halbzeit haben, ein Koordinations- und Leitungsseminar, die für eine Anstellung als Koordinatorin eines für die Krankenkassen förderfähigen Hospizdienstes nötig sind. Dafür investieren beide viel Freizeit. Und auch die Kosten der Fortbildungsmaßnahmen haben sie in großen Teilen selbst getragen, da der relativ junge Dienst wenig Geld für solche Fortbildungsmaßnahmen zur Verfügung hat. Wenn die Maßnahmen im September 2019 abgeschlossen sind, hofft ZAPUH, sie als Koordinatorinnen anstellen zu können, die von den Krankenkassen gefördert werden.
Erst einmal werden die beiden in der Versorgung Hochbetagter unterstützen und das Netzwerk der Versorgung helfen weiter auszubauen. Unter dem Motto „Ansprechbar“ unterstützen die beiden Brüggenerinnen die Koordinatorin Ida Lamp in der Begleitung Hochbetagter. Mit ihren Stellen wird es möglich sein, Ehrenamtliche für die Begleitung Hochbetagter besser zuzurüsten, indem Fortbildungen zu speziellen Themen des Alterns organisiert werden. Vielleicht gelingt eine noch bessere Vernetzung vor Ort und eine Gewinnung von neuen Ehrenamtlichen. ZAPUH bedeutet ja Windbö im Kroatischen – einen guten neuen Wind hat der Hospizdienst durch diese Neubesetzung bereits bekommen. Er hofft, seine gute Arbeit in der Region weiter ausbauen und vernetzen zu können.

Beratung am Telefon: 02163 5749450 oder Nachfragen per WhatsAPP 0160 99609099.
Informationen zu Fortbildungsangeboten, zu Beratungen zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, Palliativberatung und über die Befähigung als Hospizbegleiter unter 02163 5749450 oder info@zapuh.de oder auf www.zapuh.de

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