Neue Gemeindepädagoginnen bringen frischen Wind nach Viersen

Die Evangelische Kirchengemeinde in Viersen konnte in den vergangenen Wochen zwei neue Gemeindepädagoginnen begrüßen, die mit viel Leidenschaft für ihren Beruf in der Mispelstadt gestartet sind. Ute Krause und Gitta Schölermann arbeiten allerdings nicht nur beruflich zusammen, gerade erst im September gaben sie sich das gemeinsame Ja-Wort.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Viersen – Ihre Freundlichkeit reißt mit, ihre Offenheit beeindruckt: Ute Krause und Gitta Schölermann sind die neuen Gemeindepädagoginnen der Evangelischen Kirchengemeinde in Viersen, die auch bereits mit viel Engagement und neuen Ideen ihre Tätigkeit aufgenommen haben. Zu einem gemeinsamen Austausch und Kennenlernen hatten sie deshalb am vergangenen Freitag in den Nebenraum der Ev. Kreuzkirche eingeladen. Gerne waren viele Gemeindemitglieder ihrer Einladung gefolgt, um die Gemeinschaft nicht nur mit neuen Ideen, sondern auch bunter zu gestalten.

Das für viele erste Zusammentreffen war zudem begleitet von zahlreichen Glückwünschen, denn die Beiden teilen sich nicht nur eine Stelle in ihrem neuen Büro an der Hauptstraße. Ute Krause und Gitta Schölermann gaben sich auch gerade erst das gemeinsame Ja-Wort. Kennengelernt haben sie sich bereits vor 28 Jahren, als Gitta Schölermann zum Start ihres Studiums der Sozialpädagogik eine Wohnung suchte. Schon zu dieser Zeit war sie in ihrer schleswig-holsteinischen Heimat ehrenamtlich verankert, weshalb nach einer mütterlichen Anfrage ihr Pfarrer bei der Suche nach den ersten eigenen vier Wänden half. Der Zufall führte sie mit Ute Krause zusammen, die als Jugendleiterin der Gemeinde noch Platz im frisch bezogenen Dienstbungalow fand. Aus der anfänglichen Wohngemeinschaft wurde mehr, 2013 ließen sie ihre Lebenspartnerschaft eintragen, die dann mit ihrer Hochzeit gekrönt wurde.

Die Evangelische Kirchengemeinde in Viersen konnte in den vergangenen Wochen zwei neue Gemeindepädagoginnen begrüßen, die mit viel Leidenschaft für ihren Beruf in der Mispelstadt gestartet sind. Foto: Rheinischer-Spiegel/Martin Häming

In Viersen beschreiten sie deshalb direkt in mehrfacher Hinsicht einen neuen Weg, denn hier arbeiten sie erstmals auch gemeinsam beruflich zusammen. Gitta Schölermann hatte zuvor in einer evangelischen Kirchengemeinde in Köln jahrelange Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit sowie anderen Bereichen der Kirchenarbeit sammeln können. Ute Krause (54) war bis zu ihrer Selbstständigkeit in Pulheim als Gemeindepädagogin tätig. Als dann ihre Stelle aus Kostengründen wegfiel, startete sie als Musiklehrerin und Chorleitung.

Mit der Zeit wuchs der Wunsch erneut als Gemeindepädagogin Impulse zu setzen, „allerdings geht die Kölner Gemeinde einen anderen Weg und wollte Gitta rein für die Kinder- und Jugendarbeit einsetzen“, so die Viersener Neuzugänge, die deshalb nach einer neuen Tätigkeit suchten. Kein einfacher Schritt für Schölermann, die ihrem Herzen folgte und dem Wunsch für alle Generationen da zu sein. Gemeinsam bewarben sie sich auf die ausgeschriebene Stelle der Evangelischen Kirchengemeinde in Viersen, von der Schölermann nun 75 Prozent und Krause 25 Prozent übernimmt, um neben ihrem neuen Betätigungsfeld weiterhin auch Zeit für ihre Selbstständigkeit zu haben.

Positiv entgegen kam dem Ehepaar, welches hierzu aus Frechen in die Mispelstadt zog, dass die genauen Aufgabenbereiche offengelassen wurden und sie den Schwerpunkt selbst setzen können. Eine bunte Gemeinde und ein Ort, in welchem sich alle Zuhause fühlen ist ihre Vision, für die sie bereits begonnen haben die ersten Mosaiksteine zusammenzusetzen. Dass sie sich schon jetzt in Viersen wohlfühlen, daraus machen sie keinen Hehl und möchten neben diesem Gefühl auch ihren Glauben, Schutz, Verwurzelung und Zuversicht gerne mit allen Generationen teilen, weshalb bereits die nächsten Veranstaltungen, von Weihnachtsprojekten bis hin zu einem „Bibelbier“ oder einem Begegnungscafé, in Planung sind.

Hier schließt sich dann auch der Kreis der Selbstständigkeit wieder, denn Ute Krause freut sich bereits darauf musikalische Impulse zu setzen. Ideen und Ansätze, für die die Gemeindepädagoginnen gerne ins Gespräch nicht nur mit ihrer Gemeinde kommen möchten – frischer Wind, über Religionen und Generationen hinweg. (cs)