Neue Leitung im Horizonte Familienzentrum Hermann-Josef in Kempen

Stephanie Hartmann (44) ist seit März diesen Jahres Leiterin des katholischen Familienzentrums Hermann-Josef in Kempen. Ende September feierten die Geschäftsführung, die Mitarbeiterinnen sowie der Elternbeirat, die Vertreterin des Fördervereins und die Gemeindereferentin der Kirchengemeinde St. Mariä Geburt coronabedingt im kleinen Rahmen die offizielle Einführung in der Kita.

Kempen – Sylwia Digiacomo, Geschäftsführerin des Trägers Horizonte, begrüßte die Gäste in der Turnhalle der Kita. „Eigentlich hätten wir Ihre offizielle Einführung, Frau Hartmann, früher und im viel größerem Rahmen mit Bürgermeister, Pfarrer, sowie Vertretern der Kirchengemeinde und Kooperationspartner feiern wollen. Aber leider hat uns Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das ist sehr schade. Trotzdem war es mir wichtig, Sie hier im Familienzentrum offiziell zu begrüßen.“

Die Gäste, alle mit Maske und mit Abstand sitzend, pflichteten ihr dazu bei. Die Pandemie habe Frau Hartmann auch einen schweren Start als Kita-Leitung beschert, so Digiacomo. Direkt nach zwei Tagen musste die Kita schließen. „Trotz dieser sehr schwierigen und ungewissen Zeit haben Sie die Kita sehr gut begleitet und geführt!“, so Digiacomo. Frau Digiacomo bedankte sich bei ihr und ihrem Team und wünschte Frau Harmann, dass sie die Kita zu einem Ort weiterentwickelt, an dem sich die Kinder wohlfühlen und nach ihren individuellen Bedürfnissen und Stärken gefördert und gefordert werden. “Ich freue mich auf eine weiterhin gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit!“, beendete die Geschäftsführerin ihre Rede.

v.l.n.r. Julia Klitsch, John Örmä, Stephanie Hartmann, Kristina Kubik, Carolin Schäfer, Anna-Vera Appenzeller, Sylwia Digiacomo, Lisa Dabrowski, Sylvia Kloß, Barbara Cleophas – Foto: Horizonte

„Ich bleibe nicht stehen!“ ist das Motto von Stephanie Hartmann. Viel Erfahrung bringt die neue Leiterin aus ganz unterschiedlichen Bereichen mit: als gelernte Erzieherin arbeitete sie in heilpädagogischen Einrichtungen und übernahm später eine stellvertretende Gruppenleitung. Sie bildete sich weiter in der systemischen Familienaufstellung und in der Arbeit mit traumatisierten Menschen. Zuletzt war sie Gruppenleitung im U3-Bereich einer Krefelder Kita tätig, als sie auf die Horizonte aufmerksam wurde. „Mich hat die Haltung der Horizonte überzeugt“, so Hartmann in einem späteren Gespräch. „Hier kann ich mich entwickeln und muss mich nicht reduzieren.“

Das coronabedingte Betretungsverbot nutzte sie, um gemeinsam mit ihrem Team die Räume zu optimieren. So wurde der U3-Bereich in einen ruhigeren Teil der Kita verlegt. Hier können sich die Kleinen nun ungestört entwickeln und geraten nicht mit den Älteren in Konflikt. Und auch die älteren Kinder müssen beispielsweise bei der Schlafenszeit nicht so viel Rücksicht nehmen. So haben alle gewonnen. „Ich will eine Kita, in der Kinder und Eltern sein können, wie sie sind, ohne Bewertung und Abwertung. Ich möchte ein Haus, wo Eltern und Kinder mit Leichtigkeit und Freude kommen und sich wohl fühlen. Hier gibt es keine Probleme, sondern nur Lösungen,“ so Hartmann, „wenn auch nicht immer sofort“, fügt sie lachend hinzu.

Im Familienzentrum Hermann-Josef werden derzeit 61 Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren betreut. Die Einrichtung legt in der täglichen Arbeit viel Wert auf kindgerechte Mitbestimmung (Partizipation) und befindet sich auf dem Weg in die offene Arbeit. Das Familienzentrum gehört zum Familiennetzwerk Kempen.