Dülken: Neue Rettungswache an der Viersener Straße geplant

Noch bis 18. Januar 2021 liegen die Unterlagen zur 90. Änderung des Flächennutzungsplanes für den Bereich Ortseingang Dülken öffentlich aus. An der Viersener Straße soll eine neue Rettungswache entstehen.

Viersen-Dülken – Ziel der 90. Änderung des Flächennutzungsplanes ist die planungsrechtliche Sicherung für den Neubau einer Rettungswache an dem Standort Ortseingang Dülken. Der Rettungsdienstbedarfsplan (RDBP) des Kreises Viersen aus dem Jahr 2017 konstatiert für die rettungsdienstliche Notfallrettung der Stadt Viersen einen erhöhten Handlungsbedarf. Laut der Begründung zum Rettungsgesetz NRW soll das Netz der Rettungswachen so engmaschig gestrickt sein, dass jeder an einer Straße gelegene Notfall in einer Eintreffzeit bzw. Hilfsfrist von bis zu 8 Minuten im städtischen Bereich und von bis zu 12 Minuten im ländlichen Bereich durch den Rettungsdienst erreichbar ist. Für das Stadtgebiet Viersen sind die Stadtteile Alt-Viersen und Dülken als städtisch, die Stadtteile Süchteln und Boisheim als ländlich definiert.

Nach geltender Rechtsprechung sind die Hilfszeiten von 8 Minuten bzw. 12 Minuten in mindestens 90% aller Fälle einzuhalten. Im derzeit gültigen Rettungsdienstbedarfsplan des Kreises Viersen wird dargestellt, dass die Stadt Viersen die gesetzlichen Forderungen im Hinblick auf die zu erfüllenden Hilfszeiten nicht erreicht. Der Erreichungsgrad der 8 Minuten Hilfszeit liegt laut dem RDBP 2017 für das Stadtgebiet von Viersen bei 87,13%. Für den Rettungsdienst ist die Hilfsfrist die wichtigste Planungsgröße. Die Hilfsfrist und der Erreichungsgrad begründen Standorte, Anzahl der Rettungswachen und Rettungsmittel im Stadtgebiet. Die Nichteinhaltung der achtminütigen Eintreffzeit ist neben steigenden Fallzahlen für Rettungsdiensteinsätze auf eine nicht bedarfsgerechte Ressourcenvorhaltung (Rettungsfahrzeuge mit zugehörigem Personal) und auf die Standortfrage zurückzuführen.

Als Ergebnis einer Standortanalyse für mögliche Rettungswachenstandorte zur bestmöglichen Anbindung und Versorgung des Stadtgebietes hat sich der Standort Viersener Straße/Ransberg herauskristallisiert.

Der künftige Geltungsbereich der 90. Flächennutzungsplanänderung der Stadt Viersen „Rettungswache Viersener Straße / Ortseingang Dülken“ bezieht sich auf einen Bereich im Stadtteil Dülken am östlichen Ortseingang der Viersener Straße. Der Änderungsbereich umfasst die Grundstücke Gemarkung Dülken, Flur 40, Flurstücke 28, 117, 526, 527 (jeweils Teilbereiche) und 36. Die Grundstücke werden derzeit landwirtschaftlich genutzt. Das hieraus gebildete Plangebiet umfasst eine Fläche von rund 3,8 ha. Es wird begrenzt durch eine gewerblich genutzte Fläche im Westen, der Bahntrasse Viersen-Kaldenkirchen / Venlo im Norden, von landwirtschaftlich genutzten Flächen im Osten und der Viersener Straße im Süden.

Vor der Einsicht ist zwingend ein Termin zu vereinbaren. Dies gilt auch für abzugebende Stellungnahmen. Der Plan liegt aus im Rathaus an der Bahnhofstraße 23-29 im Fachbereich Stadtentwicklung, 2. Obergeschoss. Ansehen kann man ihn von Montag bis Freitag von 8 bis 13 Uhr sowie Montag bis Donnerstag von 14 bis 17 Uhr. Für die Terminvereinbarung stehen die Rufnummern 02162 101-269, 101-286 und 101-176 zur Verfügung. Die Stadtverwaltung Viersen weist darauf hin, dass sie den Ratschlägen zur Eindämmung der Corona-Pandemie folgt. Daher sind ab Mittwoch, 23. Dezember 2020, bis zum Jahresende nur Notdienste eingerichtet.