Neuzugewanderte und Ehrenamtler einfach vernetzt

Viele Ehrenamtler helfen den Neuzugewanderten bei Problemen, Behördengängen und Fragen. Um den Weg durch verschiedene Beratungsinstanzen zu erleichtern, haben das Kommunale Integrationszentrum (KI) des Kreises Viersen und das Integrationsteam der Diakonie Krefeld Viersen das sogenannte integration.tool entwickelt: ein Heft, in dem die Termine in den verschiedenen Beratungsinstanzen und deren Bezugspersonen vermerkt werden.

Kreis Viersen – „Das integration.tool ist eine Erleichterung für die Neuzugewanderten. Es bildet Beratungsprozesse ab und sorgt so für mehr Struktur. Auch die Ehrenamtler profitieren davon, da sie Mehrfachberatungen vermeiden und sich untereinander vernetzen können“, sagt Sozialdezernentin des Kreises Viersen Katarina Esser.
Die Neuzugewanderten erhalten durch das interation.tool einen Überblick über das Erreichte und können nachhalten, in welchen Fällen sie mit welcher Bezugsperson oder Beratungsstelle an welchen Themen gearbeitet haben. Das Heft vermerkt den Fortschritt der Beratungen und gibt den Neuzugewanderten die Möglichkeit, Prioritäten zu setzen und Prozesse besser zu verstehen.
Jan Vander von der regionalen Flüchtlingsberatung der Diakonie sagt: „Besonders in Krisensituationen erleben die Beratungsstellen, dass die Betroffenen alle ihnen bekannten Hilfesysteme aktivieren. Das integration.tool vereinfacht die Kontaktaufnahme und gegenseitige Unterstützung.“
Im vorderen Teil des integration.tool können die Neuzugewanderten persönliche Daten wie beispielsweise Schulabschlüsse und Sprachkenntnisse eintragen. Dabei ist das integration.tool keine Verpflichtung sondern ein freiwilliges Angebot zur Unterstützung der Neuzugewanderten, dass sich langfristig positiv auf den Integrationsprozess auswirken soll.

Übergeben das neue integration.tool (v.l.): Jens Loebbert vom KI des Kreises Viersen, Jan Vander von der regionalen Flüchtlingsberatung der Diakonie Krefeld Viersen, Bushra Mursal Ali und ihre Tochter Huda, Silke Merse von der Flüchtlingsberatung der Diakonie Krefeld Viersen, Youssef Meskour von der Migrationsberatung der Diakonie Krefeld Viersen und Ahmednur Abdirage. Foto: Kreis Viersen