Nicht alle Kirchen werden geöffnet – Dülken bietet wieder Gottesdienste in der Corona-Krise an

Ab Mai dürfen erstmals in der Corona-Krise wieder Gottedienste stattfinden, begleitete von harten Sicherheitsauflagen und strengen Hygienevorschriften. Aufgrund der vorgegebenen Bestimmungen können jedoch nicht alle Kirchengebäude in Dülken und Boisheim wieder öffnen. 

Viersen-Dülken/Boisheim – Die gegenwärtige Corona-Epidemie hat unser Leben und unseren Alltag derzeit fest im Griff und beherrscht auch die Frage, inwieweit kirchliches und gottesdienstliches Leben stattfinden können. Nach einer Phase der Aussetzung werden ab Mai nach einer Absprache des Landes NRW mit den Religionsgemeinschaften wieder erste Gottesdienste gestattet, für die allerdings harte Sicherheitsauflagen und strenge Hygienevorschriften gelten.

Die Umsetzung dieser vorgegebenen Bestimmungen, zu denen ein Zutritts- und Platzkonzept, die strikte Einhaltung von vorgeschriebenen Sicherheitsabständen und Laufwegen, das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen sowie verschärfte Hygiene-Vorschriften gehören, verlangt von den Gemeinden vor Ort einiges ab und bringt sie organisatorisch an die Grenzen des Leistbaren.

„Eine ausführliche Begutachtung und Vermessung der Kirchengebäude in unserer GdG hat ergeben, daß ein solches Gesamtkonzept in den beiden kleineren Kirchen unserer GdG, St. Peter und St. Ulrich, vor dem Hintergrund des dort möglichen Platzangebotes und der baulichen Situation nicht sinnvoll umgesetzt werden kann. Deshalb haben wir uns schweren Herzens zu der Entscheidung durchringen müssen, St. Peter und St. Ulrich vorerst nicht wieder für öffentliche Gottesdienste zu öffnen“, so Pfarrer Jan Nienkerke. Leider bestehe für Gläubige aus St. Peter derzeit keine andere Möglichkeit, als in eigener Initiative an einem der übrigen Wochenendgottesdienste in der Dülkener GdG teilzunehmen, da aus Gründen des Versammlungsverbots auch kein Fahrdienst angeboten werden kann.

Die Familiengottesdienste von St. Ulrich werden bis auf Weiteres in die Corneliuskirche verlegt und finden dort zur gewohnten Uhrzeit (im wöchentlichen Wechsel als Eucharistiefeier und Wortgottesdienst) sonntags um 11.00 Uhr im Anschluß an die 9.30 Uhr-Messe statt. In Herz Jesu finden wie gewohnt samstags um 17.00 Uhr im wöchentlichen Wechsel eine Eucharistiefeier und ein Wortgottesdienst statt. In St. Cornelius gibt es am Samstag um 18.30 Uhr die gewohnte Vorabendmesse und am Sonntag um 9.30 Uhr die Sonntagsmesse.

Wegen der besonderen Bestimmungen und der baulichen Situation können derzeit leider auch für die Bewohner der Altenheime Seniorenhaus St. Cornelius und Theresienheim keine eigenen Gottesdienste stattfinden.
„Wir sind uns bewusst, dass diese vorübergehende Regelung einen Kompromiss darstellt, der vor allem für die Gläubigen aus St. Peter und St. Ulrich mit zum Teil schmerzlichen Einschnitten verbunden ist. Vor dem Hintergrund der auch uns vorgegebenen strengen Rahmenbedingungen und Auflagen stellt sie derzeit die einzige Möglichkeit dar, überhaupt wieder erste Gottesdienste durchführen zu können“, bedauert Pfarrer Jan Nienkerke. „Daher bitten wir Sie im Bewusstsein der damit verbundenen Zumutungen um Ihr Verständnis für diese Regelung, zu der auch die regelmäßige Überprüfung gehört, ob die mit ihr verbundenen Einschränkungen noch angemessen sind und weiter aufrecht erhalten werden müssen.“