Nieder mit dem Amtsschimmel: 2:0 für die Möhnen beim Sturm auf das Dülkener Rathaus

Symbolisch besetzten die Narren am Altweiberdonnerstag im Rheinland die Rathäuser, auch in Viersen, Süchteln und Dülken wurde die gewohnte Ordnung während der fünften Jahreszeit außer Kraft gesetzt. In Dülken waren es die Dreistadtmöhnen gemeinsam mit den Dölker Möhnen, die gekonnt die Macht übernahmen. 
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen-Dülken – So sehr sich die Verwaltung auch sträubte, die Rathäuser verteidigte, am Ende eroberten die Möhnen und Prinzenpaare die Stadtschlüssel und übernahmen bis Aschermittwoch die närrische Machtstellung. In Dülken hatten sich pünktlich um 11.11 Uhr heute Morgen Dölker- und Dreistadtmöhnen versammelt um den Amtsschimmel und Simone Gartz II., alias CDU-Ratsherr Stefan Seidel, das Leben schwer zu machen. Mit Möhnentänzen und gemeinsamer Unterstützung der Prinzenpaare aus Dülken und Boisheim gab die Türe schnell nach mit dem das 2:0 für das Brauchtum gesichert war. „Wir feiern hier bis das es kracht, die Möhnen haben jetzt die Macht. Die Dreistadtmöhnen und die Dölker Möhnen mit vereinter Kraft, haben die Eroberung des Rathauses geschafft“, rief die Obermöhne der Dreistadtmöhnen, Ingeborg Gartz in die jubelnde Menge.

In bester Siegeslaune legten die Jecken deshalb einen Stopp beim Dölker Möhnenrennen auf der Lange Straße mit Parcours und Blumenrennen ein, bevor der Vaterstädtische Verein auf dem Alten Markt zum Feiern einlud. (nb)

Mit Unterstützung der Prinzenpaare aus Dülken und Boisheim stürmten die Möhnen in Dülken das Rathaus. Foto: Rheinischer Spiegel
Ingeborg Gartz, Obermöhne der Dreistadtmöhnen, jubelte mit der närrischen Menge. Foto: Rheinischer Spiegel
Beim Möhnenrennen der Dölker Möhnen musste das Dülkener Prinzenpaar direkt mehrfach zeigen was in ihm steckt. Foto: Rheinischer Spiegel
Passend zum Prinzenmotto gab es deshalb beim Möhnenrennen auch eine Blumenchallenge. Foto: Rheinischer Spiegel