Niederlande verschärfen Corona-Maßnahmen zunächst für drei Wochen

Für die niederländischen Provinzen Nordholland mit der Stadt Amsterdam, Südholland mit Rotterdam und Den Haag sowie Utrecht liegt aufgrund hoher Infektionszahlen eine Reisewarnung vor. Nun verschärften die Niederlande ihre Corona-Maßnahmen.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Reisen – Das Königreich der Niederlande ist von COVID-19 inzwischen stärker betroffen als deutsche Regionen. Die Provinzen Nordholland (mit der Stadt Amsterdam), Südholland (mit den Städten Den Haag und Rotterdam) und Utrecht wurden bereits zu Risikogebieten eingestuft. Weitere regionale Schwerpunkte sind die Provinzen Flevoland und Groningen, die ebenfalls ein hohes Infektionsgeschehen verzeichnen. Daraus resultiert bei Einreise nach Deutschland ein verpflichtender kostenloser COVID-19-PCR-Test und ggf. eine Quarantäneverpflichtung. Zwischen dem Königreich der Niederlande und Deutschland finden keine Grenzkontrollen statt. Die Einreise für Reisende aus Deutschland ist uneingeschränkt möglich.

Antoin Scholten, der Bürgermeister von Venlo bittet zudem alle Deutschen am Tag der Deutschen Einheit, 3. Oktober, auf einen eventuell geplanten Besuch zu verzichten. Gerade an diesem Feiertag fahren viele über die Grenze zum Einkaufen in den Niederlanden.

Um die steigenden Corona-Infektionszahlen einzudämmen, haben die Niederlande am 29.09.2020 für zunächst die kommenden drei Wochen ihre Corona-Maßnahmen verschärft. Ministerpräsident Mark Rutte sagte am Montagabend, dass aus den alarmierenden Berichten nun Konsequenzen gezogen werden müssten. Daher werden alle Sportveranstaltungen ab Dienstagabend ohne Publikum stattfinden. Restaurants und Cafés müssen ab 22:00 Uhr schließen, ab 21:00 Uhr ist der Einlass von neuen Gästen nicht mehr gestattet. Zudem dürfen sich nur noch insgesamt 30 Menschen in Innenräumen (darunter Gaststätten und Kinos) aufhalten, im Freien ist die Menge auf 40 Menschen begrenzt worden.

Hinzu kommt eine verpflichtende Registrierung der Kunden bei Kontaktberufen wie Masseur oder Friseur. Ein Mund- und Nasenschutz wird für Geschäfte empfohlen, ist bisher aber nicht verpflichtend vorgegeben.
Im eigenen Haushalt sollen nur noch maximal drei Gäste empfangen werden und wenn möglich soll wieder von zu Hause aus gearbeitet werden. Mit diesen Maßnahmen hoffen die Behörden einen weiteren Lockdown verhindern zu können. Der niederländische Gesundheitsminister wies darauf hin, dass ein weiterer Anstieg der Infektionszahlen zu einer Stilllegung der gesamten Sport-, Kultur- und Gastronomiebranche führen könnte. (cs)


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