Niersverband unterstützt Forschungsprojekt COVIDready

Der Niersverband unterstützt mit seiner Kläranlage in Mönchengladbach-Neuwerk ab sofort das Forschungsprojekt COVIDready.

Mönchengladbach – Damit trägt der Niersverband künftig zusammen mit dem Forschungsinstitut für Wasserwirtschaft und Klimazukunft an der RWTH Aachen e V. (FiW) und weiteren Partnern durch ein regelmäßiges Monitoring im Abwasser zum Aufbau eines abwasserbasierten SARS-CoV-2 Frühwarnsystems bei. Die EU-Kommission empfiehlt in allen Städten über 150.000 Einwohnern nationale, abwasserbasierte SARS-CoV-2 Überwachungssysteme mit regelmäßigen Probeentnahmen und Meldungen an die zuständigen Gesundheitsämter aufzubauen.

In diesem Zusammenhang ist 2021 das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Verbundvorhaben COVIDready entstanden. Ziel des Projektes ist es auf der Basis einer umfassenden Abwasseranalytik Grundlagen für ein nationales Corona-Monitoringsystem zu schaffen und damit zum Aufbau eines entsprechenden Frühwarnsystems beizutragen. Es ist geplant, einen teilautomatisierten Prozess zu definieren, der den SARS-CoV-2 Testablauf detailliert beschreibt. Ursprünglich waren fünf Kläranlagen mit entsprechenden Abwasserproben-Entnahmestellen an COVIDready beteiligt.

Im Rahmen des noch bis zum Frühjahr 2023 laufenden Projektes wurden nun die Probenentnahmestellen um weitere vier Kläranlagen-Standorte aufgestockt. Darunter ist auch die vom Niersverband betriebene Kläranlage in Mönchengladbach-Neuwerk. Hier wird künftig am Zulauf der Anlage zweimal wöchentlich je eine Abwasserprobe über den Zeitraum von 24 Stunden entnommen. Anschließend wird die jeweilige Probe zum Labor geschickt und dort ausgewertet. Der Niersverband engagiert sich gemeinsam mit dem Gesundheitsamt Mönchengladbach in diesem Projekt.

„Neben dem Aufbau eines SARS-CoV-2 Frühwarnsystems ist es denkbar, die Forschungserkenntnisse künftig auch zum Nachweis anderer Viren im Abwasser weiterzuentwickeln“, erläutert die Vorständin des Niersverbandes, Frau Bauass. Dipl.-Ing. Sabine Brinkmann. „Wir freuen uns, ein Teil des COVIDready Projektes sein zu dürfen und so die Möglichkeit zu haben, an einem wichtigen Baustein der zukünftigen Gesundheitsvorsorge der Bevölkerung mitzuarbeiten.“ (opm)

Abwasser-Probe auf der Kläranlage Mönchengladbach-Neuwerk im Rahmen des COVIDready Projektes. Foto: Niersverband