Online-Petition: Notfelle Niederrhein kämpfen für Katzen-Kastrationspflicht im Kreis Viersen

Während die politischen Gremien über Jahre hinweg über eine Katzenkastrationspflicht von Freigängerkatzen im Kreis Viersen diskutieren, wächst täglich das Leid der Tiere. Die engagierten Tierschützer stoßen bereits seit Langem an ihre Grenzen. Nun starten die Notfelle Niederrhein erneut den Versuch dieses Leid zu beenden.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Kreis Viersen – Der Tierschutzverein Notfelle Niederrhein e. V. kämpft in 2021 erneut für eine Kastrationspflicht von Freigängerkatzen im Kreis Viersen und bittet per Online-Petition um Unterstützung, denn im Kreis Viersen leben geschätzt 10.000 verwilderte Hauskatzen. Für die Tierschutzorganisationen im Kreis Viersen ist es ein Kampf gegen Windmühlen, denn die Tiere vermehren sich schneller als die Tierschützer arbeiten können.

„Das Leid dieser Katzen ist unermesslich hoch. Sie leiden Hunger, haben Krankheiten und vermehren sich ungehindert weiter, was zu immer mehr Leid führt“, so Tanja Kawaters aus dem Vorstand des hiesigen Tierschutzvereins. „Oft sterben die Katzen und deren Nachwuchs einen qualvollen Tod. Sie haben Katzenseuche, Katzenschnupfen, Parasiten, leiden Hunger und werden überfahren. Unkastrierte Freigänger stellen dabei ein großes Problem dar, denn auch diese sorgen für Nachwuchs.“

Die Notfelle Niederrhein e.V. versorgen täglich viele dieser Tiere mit Futter und versuchen sie medizinisch zu versorgen. Alleine im vergangenen Jahr konnten so 250 Katzen eingefangen und kastriert werden. Ein Anfang, aber das Licht am Ende des Tunnels ist nicht sichtbar und deshalb wenden sich die Tierschützer mit einer Petition an den Landrat des Kreises Viersen.

„Eine Kastrationspflicht im Kreis Viersen könnte viel Katzenelend verhindern. Alle Katzenbesitzer müssen dann ihre Freigängerkatzen kastrieren und kennzeichnen lassen“, erläutert die Tierschützerin das Ziel der Online-Petition. „Wir möchten Höfe und Ställe dabei unterstützen die Tiere kastrieren zu lassen. Eine Kastrationspflicht würde viel von der schweren Überzeugungsarbeit erleichtern.“ Die Ehrenamtlerin unterstreicht, dass nur so ungewollter Nachwuchs bei den Tieren mit Besitzern, aber auch bei den Streunern verhindert werden könnte.

Wer unterstützen möchte, kann die Petition online auf www.change.org unterschreiben. (nb)

Foto: Notfelle Niederrhein