Notfelle Niederrhein retteten verwaiste Gänseküken aus der Niers

Über das Wochenende war nicht nur der Osterhase aktiv, ebenfalls die Mitglieder des Tierschutzvereins Notfelle Niederrhein e. V. wateten durch die Niers, um eine Gruppe von verwaisten Gänseküken zu sichern.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Viersen-Süchteln – Laut rufend war Spaziergängern am Ostersamstag eine Gruppe von Gänseküken aufgefallen, die auf der Niers in der Nähe der Tönisvorster Straße in Süchteln verzweifelnd nach ihrer Mutter suchend auf- und abschwammen. Dem Ordnungsamt kam zur Sicherung des verwaisten Nachwuchses der Tierschutzverein Notfelle Niederrhein e. V. zu Hilfe.

Kaum war die Nachricht am Nachmittag da, packte die 2. Vorsitzende, Nadine Ehms, ihre Sachen – angekommen an der Niers kam ihr bereits ein Küken ganz alleine und laut schreiend entgegen. Mit Watthose und Kescher ging es auf die Jagd nach gemeldeten neun Küken. Mitarbeiter vom Ordnungsamt sicherten zunächst zwei erschöpfte Küken, drei weitere konnten Dank des Hinweises einer Passantin in Sicherheit gebracht werden. Bis zum Abend waren die anderen vier Küken verunsichert „auf Tauchstation gegangen“, während sich die bereits in sicherer Verwahrung befindlichen Tiere auf den Weg zur Auffangstelle des Vereins „Fell & Federn“ machten.

Zum Abend hin konnte ein weiteres Küken gesichert werden, welches bereits bis zur Schluff-Brücke und zurück zur Tönisvorster Straße geschwommen war. Weitere zwei Küken fanden erst bei Sonnenaufgang am Ostersonntag einen schützenden Platz bei den Notfellen Niederrhein e. V., nachdem die engagierte Tierschützerin, an diesem Morgen ohne Watthose, in voller Ausstattung einen eigenen „Schwimmversuch“ in der Niers machte. Acht Küken wurden mittlerweile gesichert, falls noch ein weiteres, mutterloses Küken gefunden werden sollte, bitten die Notfelle Niederrhein um einen Anruf unter der Telefon-Nummer 0176 84950048.

Während der aktuellen Brut- und Aufzuchtzeit des Nachwuchses sind die Tiere, an der Niers im Besonderen die Bodenbrüter, besonders störempfindlich. Ein Appell geht daher an das Verantwortungsbewusstsein der Tierhalter, die ihre Hunde Jungtiere auf der Niers jagen oder im Gras jagen lassen. (cs)

Foto: Notfelle Niederrhein e. V.