NRW Symposium – Digitalisierung

Das NRW Symposium in den Räumen der NRW Bank bietet regelmäßig Informationen für Unternehmen und Kommunen. Diesmal war das Thema Digitalisierung. Neben praktischen Erfahrungen in Firmen gab es interessante Impulse und Hinweise auf Fördermöglichkeiten.

Foto: Rheinischer Spiegel/GG

Düsseldorf – Internet, elektronische Verwaltung oder computerisierte Arbeitsabläufe verändern die Unternehmenswelt, Prozesse und ganze Märkte. Eine Webseite muss heute für Unternehmen Standard sein. Aber was tut sich bei der tagtäglichen Arbeit? Auch hier finden Arbeitsabläufe elektronisch statt. Dazu haben sich ganze Marktanteile und Märkte verschoben. Heute ist Einkaufen im Web ebenso Standard, wie die Nutzung eines Smartphones zur Suche oder als Navigationsgerät. Schon bei seiner Einleitung zeigte der Chef der NRW Bank, Forst, eindringlich die Bedeutung der Digitalisierung deutlich auf.

Wichtig für Unternehmen ist, den Finger am Puls der Zeit zu haben. Kaum eine Firma kann es sich erlauben, ohne eigene Weiterentwicklung zu arbeiten. Dr. Meyer, Fachmann für Digitalisierung, verdeutlichte dies am Beispiel von Cewe. Zunächst war dies ein rein analoges Fotolabor und stellte auch selbst Filme her. Heute ist der Druck von Fotobüchern mit großem Abstand der wichtigste Umsatzträger. Aus heutiger Sicht hatten einige Mitarbeiter den richtigen Riecher und durften so lange an digitalen Drucklösungen herumexperimentieren, bis daraus ein marktfähiges Produkt entstand. Das Geschäft mit analogen Filmen ist nur noch Beiwerk.

Foto: Rheinischer Spiegel/GG

Bei manchem Mittelständler zeigen sich weniger dramatische aber doch sehr deutliche Veränderungen. Maschinen arbeiten computergesteuert und übertragen ihre Daten direkt in die Buchhaltung. Bestellung, Lager und Warenwirtschaft laufen über den Computer. Kundendaten, die Kalkulation oder schon die Verbindung von Marketing und Vertrieb sind ohne Rechner kaum noch denkbar. Das betrifft praktisch jede Unternehmsgröße, vom kleinen Handwerker über Mittelständler bis zu Konzernen. Informationen, Zeit und Märkte sind viel wichtiger geworden. Hier gab es im Symposium genug Beispiele und Ansätze, wo man sich selbst und die Entwicklung im Unternehmen hinterfragen sowie neue Denkansätze entwickeln konnte. In lockerer Runde schilderten Unternehmer, Ministerien und Wirtschaftsförderer die Perspektiven. Die wichtigsten Faktoren seien Neugier, Kreativität, ein Gespür für den Markt sowie auch eine gewisse Experimentierfreude. Das alles muss neben dem Brot- und Buttergeschäft der täglichen Arbeit gemacht werden. In der heutigen Zeit kann man schneller weg vom Markt sein als bei den viel langsameren Entwicklungen vergangener Jahre. Andererseits bieten sich neuen Geschäftsideen oder neuen Produkten auch deutlich mehr Chancen. Diese sind viel dynamischer am Markt platziert als früher. Das gilt so ziemlich für jede Branche, wie die eingeladenen Unternehmer bei verschiedenen Firmengrößen schilderten.

Foto: Rheinischer Spiegel/GG

Digitalisierung ist in Nordrhein Westfalen sehr gut förderbar. Das beginnt mit zinsfreien Krediten für neue Anlagen oder Maschinen und reicht bis zur teilweisen Lohnkostenerstattung für neue Arbeitsplätze. Auch Weiterbildungen sind gerade in NRW leicht bezuschussbar. Unternehmer, Gründer oder auch an Weiterbildung interessierte Arbeitnehmer sollten diese Möglichkeiten auf jeden Fall prüfen.

Hier nur drei von vielen Beispielen zu Fördermöglichkeiten rund um Digitalisierung:

NRW Bank Mittelstand Innovativ
NRW Bank – günstige und teilweise zinsfreie Kredite
Kultur und Wissenschaftsministerium NRW Innovationsgutscheine

Weiterhin bieten die IHKs, HWKs, verschiedene Hubs, Bundesministerien, Projektträger und natürlich auch die NRW Bank als Förderbank des Landes NRW Beratung sowie Fördermöglichkeiten. Tipp: Öfter mal die Veranstaltungsseite der NRW Bank und deren Seminarangebote (neues Programm Anfang nächsten Jahres) besuchen. Auch die IHKs haben gute Infos sowie Beratung.

(gg)

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