NRW verlängert Lockdown und gibt Pflicht zum Tragen mindestens medizinischer Masken bekannt

Nordrhein-Westfalen verlängert Lockdown bis 14. Februar 2021. Unter anderem gilt ab dem 25. Januar 2021 in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Geschäften oder in Arztpraxen eine Pflicht zum Tragen mindestens medizinischer Masken.

NRW/Corona – Um die Infektionszahlen weiter abzusenken und die Verbreitung des Corona-Virus und seiner Mutationen einzudämmen, setzt die Landesregierung die am Dienstag, 19. Januar 2021, von Bund und Ländern getroffenen Beschlüsse konsequent um.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Viele Menschen wünschen sich eine Rückkehr zur Normalität. Das ist verständlich. Die aktuelle Lage aber ist, dass die Infektionszahlen nicht deutlich genug sinken und parallel eine mutierte schneller übertragbare Corona-Variante auftritt, deren Ausbreitung verhindert werden muss. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat nach den Beschlüssen von Bund und Ländern unverzüglich gehandelt, indem sie heute mit einer neuen Verordnung die bestehenden Maßnahmen verlängert, präzisiert und nachschärft“, sagt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Minister Laumann weiter: „Ich möchte noch einmal meinen Dank an die Bürgerinnen und Bürger in diesem Land aussprechen: Danke für Ihre Geduld und Ihre Disziplin. Gemeinsam werden wir die Pandemie meistern“.
Neben den bislang gültigen Lockdown-Regelungen gelten ab Montag, 25. Januar 2021, folgende Bestimmungen:

Kontakte
Private Zusammenkünfte im öffentlichen Raum sind weiterhin nur im eigenen Haushalt und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Generell sind Kontakte unverändert auf das absolut notwendige Minimum zu beschränken.

Pflicht zum Tragen von Masken
In öffentlichen Verkehrsmitteln, in Geschäften und in Arztpraxen gilt eine Pflicht zum Tragen mindestens medizinischer Masken. Vorgeschrieben sind daher in diesen Bereichen so genannte OP-Masken oder Masken der Standards KN95/N95 oder FFP2. Sie bieten eine höhere Schutzwirkung als Alltagsmasken. Die Verpflichtung zum Tragen mindestens einer medizinischen Maske besteht im ÖPNV, in Handelseinrichtungen und Arztpraxen unabhängig von der Einhaltung eines Mindestabstandes.

Homeoffice
Überall dort, wo es möglich ist und die Tätigkeiten es zulassen, muss Beschäftigten das Arbeiten im Homeoffice angeboten werden. Hierzu hat der Bund am 20. Januar 2021 entsprechende Regelungen erlassen. Dort, wo Arbeiten in Präsenz weiter erforderlich ist und kein ausreichender Abstand eingehalten werden kann, sind medizinische Masken künftig Pflicht; diese Masken sollen die Unternehmen den Beschäftigten zur Verfügung zu stellen. Auch dies ergibt sich unmittelbar aus der neuen Bundes Corona-Arbeitsschutzverordnung.

Gottesdienste
Auch bei Gottesdiensten in Kirchen, Synagogen und Moscheen und anderen Zusammenkünften zur Religionsausübung sind statt Alltagsmasken nun medizinische Masken zu tragen.
Außerdem müssen Religionsgemeinschaften, die keine den Regelungen der Coronaschutzverordnung entsprechenden Schutzkonzepte vorgelegt haben, ihre Zusammenkünfte bei mehr als zehn Teilnehmern beim zuständigen Ordnungsamt vorab anzeigen.

Lokale und regionale Maßnahmen
Die Coronaschutzverordnung sieht nun vor, dass auch Kreise und kreisfreie Städte mit einer 7-Tages-Inzidenz von weniger als 200 weitere Schutzmaßnahmen prüfen, wenn nach Einschätzung der zuständigen Behörden ohne solche Maßnahmen ein Absinken der Inzidenz unter 50 bis zum 14. Februar 2021 nicht zu erwarten ist.

Quelle: Land.nrw

Foto: OrnaW/Pixabay

7 Kommentare

  1. Also jetzt müssen wir alle zum Action,zur Tanke zum Netto ,Edeka etc.laufen und versuchen „bessere Staubmasken“ und stinkende Chinesische Op Masken zu bekommen? Viele Kontakte pflegen(was ja eigentlich nicht gewollt ist“ Und am Ende haben wir welche zu horrenden Preisen bekommen und uns erheblischer Infektionsgefahr ausgesetzt.Und das alles weil man uns dazu „verpflichtet“ Danke schön Und noch was Landesregierung,die versprochenen Gutscheine um „vergünstigte“ Staubmasken zu bekommen fehlen noch immer.Was ist mit Impfen?

    1. Die Gutscheine bekommen zudem auch nicht alle. Das ist alles was ich zu den neuen Beschlüssen sage. Es ist nur noch zum Kopfschütteln.

      1. Ich bin Risikopatient und weit über 60 Jahre und es gibt Millionen Menschen,die es wie mir Geht.Die „Medizinischen Masken halten keine Aerosole und Viren ab und sind nur für den“Fremdschutz“ geeignet ,wie Alltagsmasken auch.FFP2 Masken halten auch keine Viren und kleine Partikel ab.Der Staat(Die Landesregierung) ist in meinen Augen unfähig und die Menschen müssen sich keinen „Spuckschutz“ besorgen,wenn die Regierung zu einem „Spuckschutz“ verpflichtet.Das ist Aufgabe Des Bundesgesundheits Ministerium.

  2. Medizinische Masken? Ja, eindeutig. Horrende Preise, nein, derzeit nicht. 50 entspr. Masken sind schon für 15,– € und günstiger zu haben. Im ersten Logdown hab ich dafür noch rund das doppelte gezahlt.
    Statt alle Maßnahmen jedoch in Richtung „kleiner Mann“ zu erlassen, sollten vielmehr die Betriebe herangezogen werden. Hier wird vielfach extrem geschludert, weil eventuelle Kontrollen meist angekündigt werden.
    Die 1-Personenregelung ist völlig übertrieben, wenn es den familiären Bereich betrifft. Man sollte hier gezielter
    auf Fremdkontakte achten. Familieninterne Kontakte sind bei weitem weniger risikoträchtig.
    IMPFEN? Fast Komentar überflüssig.
    Wer z.B. als Heimmitarbeiter Geld hat und evtl. an Heime spendet oder Ärzte schmiert, kann seine Familie gleich mit impfen lassen.
    Gleiches gilt für prominente Besucher. Hier sollte man wirklich genauer hinsehen!

  3. ….und was ist, wenn meine Nachbarn die Kontakteinschränkungen vollkommen ignorieren. Muss ich diese dann melden?
    Sind zivile Spitzel eine hilfreiche Instanz zur Reduktion der Infektionszahlen oder ein unsozialer Nebeneffekt des langanhaltenden Ausnahmezustands ?

    1. Definitiv!!!
      Bitte Tagebuch führen, evtl. Videodokumentation und Gesprächsaufzeichnungen vornehmen. Dazu eine denunzierende Stellungnahme verfassen und das ganze dann an die StaSi Berlin Ost senden.
      Ich hoffe, liebe(r) B. Busch, dass meine satirische Antwort nicht missverstanden wird, aber so manchen potenziellen „Spitzel“ zum Nachdenken anregt.

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