„Omas gegen Rechts“ warnen vor Facebookgruppe gegen Altersarmut

Gegründet 2017 in Wien meldet sich die Gruppe „Omas gegen Rechts“ mittlerweile mit über hundert Regionalgruppen in Deutschland zu Wort, die sich in den politischen Diskurs einmischen wollen. Aktuell warnt sie vor rechten Tendenzen in der wachsenden Facebookgemeinschaft „Fridays gegen Altersarmut“.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Deutschland – Seit Sonntag warnt die laut eigenen Angaben überparteiliche Initiative „Omas gegen Rechts“ vor Facebookgruppen mit dem irreführenden Namen „Fridays gegen Altersarmut“. Die Gruppen „Fridays gegen Altersarmut“ hätten laut der Initiative einen rechten Hintergrund, so seien außer Forderungen und rechter Hetze keine konkreten Ziele, geschweige denn Hilfen für Betroffene ersichtlich. Kritik würde in diesen Gruppen nicht geduldet. „Leider spielt der oft unerfahrene und sorglose Umgang der älteren Generation mit den neuen Medien diesen Leuten in die Hände. Das Omas gegen Rechts Deutschland-Bündnis warnen ausdrücklich vor diesen Gruppen“, so die aktuelle, öffentliche Warnung auf ihrer Facebookseite.

„Wir Omas gegen Rechts beobachten auf vielen Ebenen der Gesellschaft eine Entwicklung hin zu autoritärem, faschistoidem bis offen faschistischem Gedankengut. Um diese Entwicklungen zu stoppen und zurückzudrängen, müssen alle demokratischen Kräfte gemeinsam handeln“, informiert die Gruppe auf ihrer Webseite der Gruppe Nord. „Wir wollen uns in den politischen Diskurs einmischen. Wir Omas gegen Rechts setzen uns ein für eine demokratische, rechtsstaatlich organisierte, freie Gesellschaft. Wir wenden uns gegen Fremdenfeindlichkeit und gegen die Ausgrenzung behinderter Menschen und alter Menschen. Wir stehen ein für die Rechte der vor Krieg und Not geflüchteten Menschen. Wir bekämpfen Rassismus, Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit und Sozialabbau.“ Mit geeigneten Aktionsformen wollen sie auf demokratiefeindliche Entwicklungen in der Gesellschaft aufmerksam machen und sie bekämpfen. (dt)

Screenshot „Omas gegen Rechts“