ONA und Musikgala – es war einmal

Erster Vorsitzender der ONA Joseph Topüth

Am 20. Februar 1977 wurde von dem sehr engagierten Odenkirchener Brauchtumsfreund Joseph Topüth († 2002) die ONA aus der Taufe gehoben. Er legte seine Ämter 14. Mai 1976 bei der HKG Ruet-Wiss-Okerke nieder. Unter seiner Führung gab es eine Reihe verschiedener volkstümlicher Veranstaltungen, 1977 wurde das erste Kinderprinzenpaar in der Geschichte Odenkirchens proklamiert, herausragend sei hier der einzige Odenkirchener Blumenkorso vom 6. September 1987 erwähnt, erstes Burgballett in Odenkirchen.
Die erste Musikgala wurde vom zweiten Vorsitzenden der ONA, Heinz-Peter Engels 1999 ins Leben gerufen. Auch wurde an eine*n verdienten Odenkirchener Bürger*in den „Brauchtumspreis“ verliehen. 2019 war leider, mit der 20. die letzte Gala.

Odenkirchen – Auf einer Mitgliederversammlung am 19. Februar 2020 votierten die Anwesenden bereits dafür, die ONA (Odenkirchener Gesellschaft für Kultur und Brauchtum) aufzulösen. Dies wurde auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung unter Leitung von Detlev Topüth (Sohn von Joseph), am Mittwoch, 10. Juni 2020, im Burgturm von den Mitgliedern bei einer Gegenstimme (Hans Ludwig Hoffmann) bestätigt.

zweiter Vorsitzender der ONA Peter Engels

Zu den Liquidatoren wählte man Detlev Topüth und Manfred Stegner, die nun die formellen Dinge abwickeln. Der 1. Vorsitzende der ONA und langjährige Initiator der Musikgala, Heinz-Peter Engels, war am 18. Mai verstorben.

Gildebaum der ONA

Was sichtbar bleibt als Erinnerung an die ONA ist der Ständebaum (8,80m) an der Niers, errichtet September 1998, der jetzt freundlicherweise vom Odenkirchener Heimatverein übernommen wurde. Wie HVO-Vorsitzender Werner Scholz bekanntgab sollen, nach der lfd. Renovierung des Burgturms, der Pavillon im Burgpark, folgend auch der Ständebaum an der Niers – in Nähe des Mühlendenkmals gelegen, restauriert werden.

Wie bereits mitgeteilt, fiel die für den 14. März 2020 vorgesehene Musikgala der Corona-Pandemie zum Opfer. Sie wird nicht nachgeholt.

Text: UNSER ODENKIRCHEN, Wilfried Küffner / Heinz-Josef Katz

Wenn die Zeit „abgelaufen“ ist …
WKp- Es ist immer ehrenwert, wenn man sich für eine Sache stark macht. Jedoch ohne Mitstreiter in einem Verein geht es nicht.

Die aktive Zeit der ONA ist vorbei und die wenigen Senioren taten gut daran, dann auch zu sagen: „Wir lösen den Verein auf.“

Die ONA hatte in den letzten Jahren dank der jährlichen Musikgala mit dem Brauchtumsteil ihren Bekanntheitsgrad gut ausgeschöpft und über viele Jahre begeisterte Besucher gebunden. Nun ist der „Garant“ dieser Veranstaltung nicht mehr da. Selbst gutgemeinte Ratschläge wie das Abspecken des Musikprogramms in eine wie früher sicher auch ansprechende volkstümliche Musik haben wenig Hoffnung auf Erfolg. Und vom Arbeitsaufwand ganz zu schweigen.

Man soll Tatsachen ins Auge sehen und fest-stellen, dass ein Verein nur mit „Veteranen“ und ohne neue Mitglieder kaum Überlebenschancen hat. Dann muss man aufhören – auch wenn es manchen schwerfällt.                           Quelle: UNSER ODENKIRCHEN