Parents For Future im Kreis Viersen machen mit Baumschildern aufmerksam

Wer durch den Alten Tierpark in Süchteln geht, wird erkennen, dass viele Bäume neuerdings mit Schildern und Kreuzen geschmückt sind. Die Schilder sind beschriftet mit Klima-Sprüchen, als würden die Bäume durch sie demonstrieren.

Viersen-Süchteln – „Wir verbessern das Stadtklima“ oder „Ich bin (d)ein Klimaschützer“, sind nur zwei der Aufrufe, mit denen die Gruppe Parents For Future im Kreis Viersen auf die aktuell geplante Umgestaltung des Süchtelner Tierparks aufmerksam machen will. Auch beschriftete Kreuze und die einigen schon bekannte Klimaschutzengel schmücken dort viele Bäume.

Laut den Plänen der Verwaltung soll die bisherige Bausubstanz – Pergolen, Beton-Wasserbecken – abgerissen und mindestens vier Bäume gefällt werden. „Es geht den Verantwortlichen vermutlich darum, Fördermittel für die Neugestaltung in Anspruch nehmen zu können. Aber auch Eigenmittel in Höhe von 200.000 Euro müssten aufgebracht werden“, so die Initiatoren. „Die Parents For Future im Kreis Viersen sagen „Nein“ zu diesen Plänen, weil allein schon das Fällen von Bäumen vor dem Hintergrund der Klimakrise sehr bedenklich ist, weil Bäume bekanntlich bei Hitze für Kühlung sorgen und klimaschädliches CO2 binden.“

Am kommenden Dienstag dieser Woche wird im Dülkener Bürgerhaus ab 18 Uhr über die Entscheidung zu den Plänen beraten. Dann tagt nämlich der städtische Ausschuss für Stadtentwicklung und -planung. Ein Antrag der Grünen liegt vor, in dem sie einen Alternativvorschlag beantragen, bei dem auf Fällungen gesunder Bäume verzichtet werden kann. Die Parents rufen auf, die öffentliche Sitzung als Zuschauer*innen zu verfolgen, damit das Interesse für die Politiker sichtbar wird. Die Parents for Future im Kreis Viersen sehen eine schonende Sanierung als günstigere und klimafreundlichere Alternative zur geplanten Umgestaltung. „Aus zweifelhaften Beweggründen verheizt die Stadt unsere Zukunft und die unserer Kinder und Enkel.“ (opm/paz)

Foto: Parents For Future im Kreis Viersen

5 Kommentare

  1. „……verheizt die Stadt unsere Zukunft und die unserer Kinder und Enkel.“ Wenn man das liest,merkt man sofort,wie moralisierend und unsachlich auch diese Bewegung arbeitet und unsere Kinder und Enkel instrumentalisiert. Wegen diesem Park sterben keine Menschen und leiden keine Kinder. 🤦
    Fakt zwei ist aber auch: geht es um den alten Tierpark,ist ihr Standpunkt richtig und bedarf der Zustimmung.
    Die Stadt,gerade mal aus der Haushaltsaufsicht entlassen und weiter klamm,will hier 200.000€ Steuergelder aufwenden,um Fördergelder abzugreifen,womit man dann unter dem Deckmantel der Parksanierung eine wunderschöne,durch politische Unfähigkeit seit 50 Jahre verottete, Parklandschaft mit altem Pflanzenbestand vernichten möchte. Dazu macht sie auch eine Online-Bürgerbeteilung. Das Ergebnis hat die Stadt bis heute nicht öffentlich gemacht.So geht heute Politik für die Bürger.
    Das der Park erhalten bleiben muss und lediglich einer moderaten „Aufhübschung“ bedarf,ist vernünftig denkenden Menschen klar. Die 200.000€ kann man dann in den nächsten Jahren für die Pflege verwenden.
    Aber auf eine vernünftige Politik kann man heutzutage wohl weder hier noch sonstwo hoffen. 😡🌻☘️

    1. Zitat aus dem Text: „Das Ergebnis hat die Stadt bis heute nicht öffentlich gemacht.“

      Da muss ich widersprechen. Das Ergebnis kann man durch etliche Sitzungsprotokolle erlesen, Allerdings: „Einfach und verständlich geht anders!“

      siehe hier: https://sessionnet.krz.de/viersen/bi/to0050.asp?__ktonr=52643

      Auch aus dem Bürgerbüro (Hr. Kleemann) kommt keine einfache Antwort, frei nach ……

      • An der Bürgerbeteiligung haben ….x…Personen teilgenommen
      • ……. Personen lehnen die vorgeschlagene Umgestaltung in Teilen ab
      • ……. Personen lehnen die vorgeschlagene Umgestaltung im Ganzen ab

      Ich erinnere mich an die Stichwahl zum / zur Bürgermeister*in

      Kaum waren die Wahllokale geschlossen (18.00 Uhr) stand bereits (?) 10 Min. danach das Endergebnis fest! Aber hey, (Achtung Ironie) was ist schon ein Bürgerbegehren im Vergleich zur Bürgermeisterwahl?

      1. ….und genau das meine ich doch auch. Zu Beginn der Online-Befragung konnte man auf allen Kanälen darüber lesen. Selbst der sonst so unsichtbar agierende Ortsbürgermeister (damit meine ich seine Präsenz außerhalb seiner Vereinsversammlungen) fand einige „spärliche“ Worte dazu auf YouTube.
        Deshalb sollten die Bürger sich nicht erst auf so „versteckte“ Seiten wie von ihnen oben angegeben durchkämpfen müssen oder eben im Bürgerbüro nachfragen, sondern das Ergebnis hätte genauso offen und transparent veröffentlicht werden müssen – einschl. offizieller Presseinfo durch die Stadt.
        Also zu den jeweils gestellten Fragen klare Ergebnisse, wie z.B. gegen ein Amphitheater für Großevents sprechen sich XY-Bürger aus, usw.
        Augenscheinlich passt der Stadt gar nicht, dass ihr die Bürger nicht zu allen ihren Plänen unkritisch zustimmen und sie jetzt nacharbeiten muss.
        PS: auch eine Übertragung dieser wichtigen Sitzung im Internet habe ich vermisst :-((

  2. Warum findet eigentlich ein sehr wichtiges Thema für Süchteln „Tierparkgestaltung“ der Stadtplaner in Dülken statt? Gibt es keine Sitzungsmöglichkeiten in Süchteln?

    Man kann den Eindruck gewinnen, es geht hier nur noch um die Abschöpfung von Fördergeldern, dass man aber auch mehr als 200.000,- € aus dem „Stadtsäckel“ beitragen muss, geht unter.

    Auch für 200.000,- € kann man den ehemaligen Tierpark zukunftsorientiert gestalten und den gesamten Baumbestand erhalten.

    Ich glaube, unsere Stadtplaner haben mittlerweile die Basis zu Bürger*innen verloren und mißachten Bürgerwünsche und -begehren.

  3. Die „Proforma-Bürgerbeteiligung“ ist lediglich ein Wahlsignal der CDU:

    „Wir tun was für unsere Stadt und wir fragen die Bürger, also wählt uns“

    Der „Stadt“ ist völlig egal, was der Bürger sagt und denkt. Letztendlich wird gemacht, was die Planer wollen.
    Nur so kommen diese Herrschaften an Fördergelder!!!

    Möchte nicht wissen, wieviel dann von den fließenden Geldern, durch Kungelei, in dubiose Taschen verschwindet.

    Es gibt inzwischen Menschen, die glauben Korruption sei legal, nur weil man sie heute Lobbyismus nennt.

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