Petition wirbt für Einrichtung zusätzlicher Klassenzüge der GGS Rahser an der Krefelder Straße

Nachdem der Antrag der GGS Rahser am Standort Krefelder Straße einen zweiten Klassenzug einrichten zu dürfen vom Schulausschuss der Stadt Viersen nicht befürwortet wurde, wirbt nun eine Petition für Unterstützerunterschriften. Eltern berichten verärgert, dass die Stadt Viersen mit dem Schulstandort auf der Immobilienmesse junge Familien geworben habe.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen – Das Wohngebiet am Nordkanal wächst und besonders junge Familien haben sich hier ein Heim gesucht. Ideal, dass die Grundschule direkt nebenan liegt, wenn denn Kapazitäten frei sind. Doch es gibt zu viele Anfragen für zu wenig Plätze, weshalb die GGS Rahser den Antrag gestellt hatte am Standort Krefelder Straße einen zweiten Klassenzug einzurichten. Die dauerhafte Erweiterung allerdings würde laut Vorlage der Verwaltung einen Erweiterungsbau erfordern, dessen Kosten auf 3,6 Millionen Euro geschätzt werden. Bei einer begrenzten Ausweitung auf 10 bis 12 Jahre wären mobile Bauten mit einem Kostenfaktor von 1,6 Millionen Euro möglich, für eine Ausweitung auf Schüler die 2021/22 eingeschult werden, hätten 190.000 Euro bereitgestellt werden müssen.

Entsprechende Kapazitäten für Schüler stehen in den Grundschulen an der Regentenstraße und der Albert-Schweitzer-Grundschule bereit, ein Schulweg von weniger als zwei Kilometern, weshalb der Schulausschuss nach einer intensiven Diskussion dem Antrag der GGS Rahser nicht folgte. Geprüft werden soll dennoch, unter welchen Bedingungen der Standort Krefelder Straße der Grundschule Rahser durch einen größeren Neubau ersetzt werden kann.

Für viele Eltern eine unverständliche Entscheidung, die für viel Unmut und Ärger sorgt, denn aufgrund des Marketings der Stadt Viersen bezüglich des Neubaugebietes seien viele Familien nach Viersen gezogen. „Insbesondere die als positiv dargestellte Infrastruktur des Gebietes mit Kindertagesstätte und Schule vor Ort begründet die Expansion des Neubaugebietes“, führt nun eine online Petition aus, mit der für Unterstützer geworben wird. Ziel ist die Wiederaufnahme der Beratungen über eine Ausweitung der Klassen, denn aktuell reichen die Kapazitäten jährlich für nicht einmal 30 Schüler aus.

„Allerdings sind die Anmeldezahlen in den vergangenen Jahren zunehmend stark angestiegen, sodass für den Einschulungsjahrgang 2021/22 aktuell 54 Schulanmeldungen mit dem Standortwunsch Krefelder Straße. vorliegen. Das nimmt zudem Einfluss auf den zweiten Standort an der Regentenstraße, denn ist ebenfalls die Maximalkapazität in den Jahrgängen 1/2 erreicht. Spätestens im nachfolgenden Jahr werden sich die Anzahlen zudem auf die Klassen 3/4 auswirken“, so die Eltern, für die Schulen in Alt-Viersen mit freien Kapazitäten keine Alternativen darstellen.

Zudem sei der Schulweg der Kinder nach dem Prinzip „kurze Beine – kurze Wege“ nicht gewährleistet. „Freundschaften aus der Kindergartenzeit und mögliche Schulfreundschaften aus der Nachbarschaft, die einen gemeinsamen Schulweg ermöglichen, werden nicht berücksichtigt. Das von den Eltern gewünschte pädagogische Konzept des ‚Jahrgangsübergreifenden Unterrichtes‘ wird an den anderen Schulen in Alt-Viersen nicht umgesetzt. Die Werbekampagne der Stadt Viersen z. B. auf der Immobilienmesse hat mit dem Schulstandort geworben, aber nicht auf die mangelnden Kapazitäten hingewiesen, zudem hatten die Schulentwicklungsplanungen der Stadt Viersen Ende der 90er Jahre für das Wohngebiet bereits einen Schulneubau in Kooperation mit der Kita Steinkreis geplant.“ Die Petition kann auf openpetion.de eingesehen werden, hier ist ebenso eine Unterstützung möglich. (nb)

Nachdem der Antrag der GGS Rahser am Standort Krefelder Straße einen zweiten Klassenzug einrichten zu dürfen vom Schulausschuss der Stadt Viersen nicht befürwortet wurde, wirbt nun eine Petition für Unterstützerunterschriften. Eltern berichten verärgert, dass die Stadt Viersen mit dem Schulstandort auf der Immobilienmesse junge Familien geworben habe. Foto: Rheinischer Spiegel