Pflege der Mutter durch Schulung deutlich leichter: Anja Schabelski lernte bei Maria Maschek

Die Süchtelnerin Anja Schabelski erfuhr es am eigenen Leib, wie das ist, wenn ein Angehöriger von jetzt auf gleich pflegebedürftig wird. In ihrem Fall war es ihre 79-jährige Mutter, die ins St. Irmgardis-Krankenhaus kam und danach Pflege benötigte.

Viersen-Süchteln – Auch wenn Anja Schabelski zunächst nicht wusste, wie sie diese zusätzlichen Aufgaben meistern sollte, bekam sie schnell Rat und Hilfe von der erfahrenen Pflegetrainerin des Krankenhauses, Maria Maschek. Bereits im St. Irmgardis-Krankenhaus fand ein Erstgespräch zwischen den beiden statt, ein Hausbesuch folgte. Maria Mascheks konkrete Anregungen, was im Haus zu verändern sei, um die Pflege der Mutter so gut wie möglich durchzuführen, halfen. Auch die Ratschläge, mit welchen Hilfsmitteln die häusliche Pflege vereinfacht werden könnte, lösten die Sorgen der Tochter. Nach diesem Termin wurde ein spezielles Bett für die Mutter, einen Nachtstuhl und ein Gerät zum Aufstehen, einen sogenannten „Turner“ besorgt. „Wir machen Hausbesuche, wenn es vom Patienten oder seinen Angehörigen gewünscht wird“, erläutert Maria Maschek.

Pflegetrainerin Maria Maschek des St. Irmgardis-Krankenhauses erläutert Anja Schabelski (r.) wie man eine bettlägerige Patientin pflegt. – Foto: Andreas Baum

Zusätzlich besuchte Anja Schabelski den kostenfreien „Pflegekurs für Angehörige“, den das Krankenhaus regelmäßig anbietet. An drei Nachmittagen lernte sie beispielsweise mit welchen Handgriffen ein Patient im Bett gedreht wird, wie Mobilisation leicht möglich ist und wie sie durch Umlagern wundliegen verhindern kann. Auch das Wechseln der Schutzhose war Thema im Kurs.

„Das war so hilfreich und in der Gruppe von ‚Leidensgefährten‘ fiel mir das Lernen besonders leicht“, berichtet Anja Schabelski. „Am Anfang war es so viel, was zu organisieren war.“ Beeindruckt hat sie die Selbstverständlichkeit des Umgangs, mit der Maria Maschek die Patienten betreut. „Dieses Unaufgeregt sein und ihre ruhige Art hat mir viel Zutrauen gegeben.“

Besonders beeindruckt hat sie, wie Maria Maschek mit wenigen Griffen ihre bettlägerige Mutter zum Sitzen auf die Bettkante gebracht hat. Nun kann sie – dank der Hilfe des „Turners“ – sich mit eigener Kraft aufstellen. Morgens unterstützt ein Pflegedienst die Betreuung, mittags – nach Dienstschluss – übernimmt dann Anja Schabelski. Glücklicherweise wohnt sie ihm gleichen Haus, so dass sie auch ihren eigenen Haushalt mit Ehemann und zwei Kindern mit versorgen kann. „Mir hat der Kurs und die Betreuung durch Frau Maschek sehr viel gegeben, dafür bin ich dankbar“, berichtet Anja Schabelski.