„Pieces of Art“ – Dülkener Schülerinnen gründen eigenes Unternehmen

Schlüsselanhänger aus Epoxidharz, jeder ein Unikat, darauf hat sich die Schülerfirma „Pieces of Art“ spezialisiert. Bestehend aus dreizehn Schülerinnen des Berufskollegs Viersen im Alter zwischen 14 und 24 Jahren entstehen kleine Kunstwerke, die während des Lockdowns per Post nach Hause geliefert werden.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Viersen-Dülken – Wirtschaft in der Realität erleben ist das Ziel der Schülerfirmen, die in Kooperation mit dem Unternehmen JUNIOR gegründet werden können. Hierzu gehört ebenfalls die Firma „Pieces of Art“, mit der sich dreizehn motivierte Schülerinnen des Berufskollegs Dülken bereits im September vergangenen Jahres selbstständig gemacht haben. Begleitet von ihrer Lehrerin Sophia Arians entstand die Idee im Differenzierungskurs Marketing.
Was sich zunächst nach einem üblichen Schulprojekt anhört ist viel mehr, denn mit dieser Möglichkeit erfolgt die Arbeit der Neugründer so selbstständig wie möglich, damit nicht nur eigene Erfahrungen gesammelt werden können, ebenfalls das Gelernte im theoretischen Unterricht kann hier praktisch angewandt werden.

Um eine möglichst praxisnahe Erfahrung erhalten zu können, wurde das Unternehmen zudem in verschiedene Abteilungen unterteilt. Dabei wurden alle Schülerinnen der Abteilung zugeteilt, in der sie sich am wohlsten fühlen. Den Vorstandsvorsitz übernahm Kim Thien Quach, während Lucy Lamatz die technische Leitung im Blick behält. In der Vermarktung fühlt sich Ronja Ermers zu Hause, die so wichtige Finanz-Abteilung wird von Sarah Rosendahl geführt und um die Lohnbücher kümmert sich in der Verwaltung Sophie Stauten. Um ebenfalls die Finanzierung zu sichern, wurden Anteilsscheine an Freunde, Bekannte und Lehrer verkauft.

Schlüsselanhänger aus Epoxidharz, jeder ein Unikat, darauf hat sich die Schülerfirma „Pieces of Art“ spezialisiert. Bestehend aus dreizehn Schülerinnen des Berufskollegs Viersen im Alter zwischen 14 und 24 Jahren entstehen kleine Kunstwerke, die während des Lockdowns per Post nach Hause geliefert werden. Foto: privat

Rund drei Monate hat die Gründung von der Idee bis zur Umsetzung gedauert, schließlich galt es zunächst die verschiedenen Ideen zu besprechen und zu sortieren. Einigung erzielten Schlüsselanhänger aus Epoxidharz, jeder einzigartig und ein Unikum, die von den Jugendlichen zwischen 14 und 24 Jahren selbst hergestellt werden. Eine passende Geschenkidee für die Weihnachtszeit, in der die ersten passenden Vertriebswege erschlossen werden konnten. Gegossen in vordekorierte Silikonformen dauert die Trocknung zwei Tage, erst dann werden die Ösen eingedreht.

„Nachdem unsere Geschäftsidee bestätigt wurde haben wir immer weiter an unserer Produktion und den verschiedenen Vorgängen gearbeitet, was ein fortlaufender Prozess ist, um für unsere Kunden immer das bestmögliche Produkt bieten zu können. Wir lernen aus unseren Fehlern und verbessern uns stetig“, so das Pieces of Art-Team, bei dem erschwerend die Corona-Pandemie mit dem zweiten Lockdown in der Gründungsphase hinzukam. „Aktuell haben wir unseren Kurs in Arbeitsgruppen unterteilt damit wir auch weiterhin, unter Berücksichtigung des Lockdowns, neue Schlüsselanhänger produzieren können. Wir produzieren immer zu zweit, alles weitere müssen wir auf Distanz über Videokonferenzen regeln. Wir haben mindestens einmal pro Woche eine Videokonferenz von 1,5 Stunden um das Wichtigste zu besprechen und unser weiteres Vorgehen dem Lockdown und neuen Maßnahmen anzupassen.“

Aktuell versendet das Firmenteam deshalb die bestellten Produkte, die per E-Mail (piecesofart@t-online.de) oder über Instagram (pieces_of_art_bk) bestellt werden können – hier präsentiert die Gruppe zudem einen Überblick über ihr Produkt. Nach dem Lockdown sind bereits Verkaufsstände auf Märken und ein Angebot in der Berufsschule geplant. Jeder der Schlüsselanhänger wird von Hand gefertigt und wird so zu einem Preis von 3 Euro zu einem besonderen Einzelstück.
Stetig wird zudem die Produktpalette erweitert, so entstanden neben Buchstaben in der Weihnachtszeit Sterne oder Christbaumanhänger, für den bevorstehenden Valentinstag kamen Herzen hinzu. (cs)

Ein Kommentar

  1. Lieber Herr Schmitz, wir sprechen Verstöße nicht an, wenn es keine Verstöße sind. Das Foto ist eindeutig nicht aus der Winterzeit und im letzten Sommer durften durchaus Schüler während der Schulzeit ohne Maske auf Abstand zusammenkommen. Es ist ein Achivbild, welches angefordert wurde damit die Redakteurin, der Fotograf und die Schüler keine zusätzlicher Gefahr in der aktuellen Zeit ausgesetzt wird.

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