Platz im Brachter Depot ist Georg Sennert gewidmet

Der zentrale Platz inmitten des ehemaligen Munitionsdepots der Britischen Rheinarmee im Brachter Wald trägt nun den Namen „Georg-Sennert-Platz“. „Es ist richtig, Georg Sennerts langjährigen Einsatz für die Natur mit dieser Geste zu würdigen.“, sagt Landrat Dr. Andreas Coenen. „Und es gibt wohl keinen besseren Ort dafür als diesen, für den er sich mit so viel Herzblut eingesetzt hat.“

Nettetal – Der im Januar 2013 verstorbene Sennert setzte sich seit seiner Jugend für die Natur und den Artenschutz ein. Doch er legte nicht nur Wert darauf, die Natur zu schützen, sondern sie auch für den Menschen als Naherholungsgebiet erlebbar zu machen. Sennert wollte den Menschen nicht den Zutritt verwehren, sondern sie über die Arten- und Pflanzenvielfalt informieren und sie für dieses Thema sensibilisieren.

Dies gilt insbesondere für das Brachter Depot. 1998 ging es zum großen Teil in den Besitz der NRW-Stiftung über. Nach dem Abzug der Briten war das Gelände sich selbst überlassen worden. Wilder Wuchs machte sich breit. Durch die jahrzehntelange Ruhigstellung hatte ein seltener Reichtum an Pflanzen- und Tierarten seinen Platz gefunden. Heute ist das Gebiet ein beliebtes Ziel für Wanderer und Radfahrer. „Die Vertreter der NRW-Stiftung waren bei ihrem ersten Besuch hier im Depot begeistert vom Artenreichtum, von der Ruhe – und vom Engagement Georg Sennerts“, bringt es Eckhard Uhlenberg, Präsident der NRW-Stiftung auf den Punkt.
Ehefrau Marita Roy-Sennert und die Töchter Melanie und Rebekka freuen sich über die Widmung. Ihrem Ehemann und Vater habe der Platz immer gefallen. „Noch mehr würde es ihn aber freuen, zu sehen, wie gut die Menschen heute das Brachter Depot annehmen.“

Eine Hinweistafel markiert nun den Georg-Sennert-Platz inmitten des ehemaligen Munitionsdepots der Britischen Rheinarmee im Brachter Wald. Bei der Widmung enthüllten Landrat Dr. Andreas Coenen (3.v.l.), Eckhard Uhlenberg (r.), Präsident der NRW-Stiftung, Sennerts Ehefrau Marita Roy-Sennert (3.v.r.), die Töchter Melanie (4.v.r.) und Rebekka (2.v.r.) sowie Dr. Ansgar Reichmann (2.v.l.), Leiter der Biologischen Station Krickenbecker Seen, und Armin Huber, Vorsitzender des zugehörigen Trägervereins, die Widmung. Foto: Kreis Viersen