POL-MG: Fahndung nach unbekanntem Steinewerfer: Suche nach Zeugen

Im Zusammenhang mit gefährlichen Eingriffen in den Straßenverkehr auf der Rheindahlener Ortsumgehung (Bundesstraße 57) fahndet die Polizei weiter nach einem unbekannten Steinewerfer beziehungsweise möglicherweise nach mehreren Tätern.

Mönchengladbach – Angesichts eines bislang sehr geringen Hinweisaufkommens ist jetzt von der Ermittlungskommission „Brücke“ eine Flugblattaktion im unmittelbaren Umfeld der Tatorte gestartet worden. Zu den weiteren von der EK „Brücke“ getroffenen Maßnahmen können aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit keine Angaben gemacht werden.

Am Mittwoch, 30. Dezember 2020, gegen 16.20 Uhr, am Freitag, 15. Januar 2021, gegen 19.50 Uhr und am Samstag, 16. Januar 2021, gegen 18.10 Uhr waren – wie gemeldet – auf der Rheindahlener Ortsumgehung (Bundesstraße 57) im Bereich der nach Gerkerath führenden Brücken Fahrzeuge mit Gegenständen beworfen worden.

Die EK „Brücke“ bittet die Bevölkerung um Hinweise: Wer hat zu den Tatzeiten oder auch zu anderen Zeitpunkten verdächtige Beobachtungen im Bereich der Brücken gemacht oder kann Angaben zu verdächtigen Personen machen? Hinweise werden erbeten unter der Rufnummer 02161/290 oder per E-Mail an DVFuest.Moenchengladbach@polizei.nrw.de.

Die Ermittler vermuten einen Zusammenhang zwischen diesen drei Fällen:
Am Mittwoch, 30. Dezember 2020, gegen 16.20 Uhr war ein weißer VW Golf – gesteuert von einer 49-jährigen Frau – auf der B 57 in Höhe der Fußgängerbrücke (Gerkerather Mühle) von einem Stein oder einem ähnlichen Gegenstand getroffen worden. Die Windschutzscheibe war zwar nicht durchschlagen, aber gesplittert. Die Autofahrerin hatte einen Jugendlichen (etwa 15 Jahre alt, weißes Kapuzenshirt über den Kopf gezogen, schwarze Jacke) gesehen, der einen Hund mit sich geführt habe und in Richtung Gerkerath über die Brücke gegangen sei.

Am Freitag, 15. Januar 2021, gegen 19.50 Uhr hatte ein 38-jähriger Autofahrer, der mit einem schwarzen BMW auf der Rheindahlener Umgehung die Straßenbrücke am Gerkerather Weg passierte, nach einem dumpfen Geräusch vermutet, es sei etwas auf das Fahrzeugdach geworfen worden. Die 35-jährige Beifahrerin hatte auf der Brücke mindestens eine männliche Person beobachtet, die offensichtlich ein Smartphone in der Hand hielt und sich in Richtung Rheindahlen entfernte. Der Wagen wies Beschädigungen an der rechten Seite auf.

Am Samstag, 16. Januar 2021, gegen 18.10 Uhr war ein 82-jähriger Pkw-Fahrer mit einem grauen Mercedes-Benz auf der B 57 unterwegs. Als er unter der Fußgängerbrücke im Bereich der Gerkerather Mühle hindurchfuhr, hörte er einen Knall. Die Windschutzscheibe des von einem Stein getroffenen Fahrzeugs war auf der Beifahrerseite geborsten. Auf der Brücke hatte der 82-jährige, der unverletzt blieb, keine Personen wahrgenommen. Polizeibeamte fanden in unmittelbarer Nähe der Brücke auf der Fahrbahn der B 57 mehrere faustgroße Steine.

Weiter geprüft wird von der Polizei zudem, ob ein vierter Fall auf der B 57 mit diesen Taten in Verbindung stehen könnte: Am 4. Januar waren auf der Aachener Straße in Holt Steine von einer Fußgängerbrücke auf die Fahrbahn geworfen worden. In diesem Fall war ein Fahrzeug getroffen, aber nicht beschädigt worden. Drei Jugendliche waren da beobachtet worden: 13 bis 16 Jahre alt, bekleidet mit dunklen Hosen, dunklen Oberteilen und dunklen Schuhen, einer mit rotem Pullover. (Polizei-ds)