Präsentation des Vereins „Förderung der Erinnerungskultur – Viersen 1933-45“

Am Samstag, 13 November 2021, um 20 Uhr lädt die Königsburg zu einem Abend mit dem Verein „Förderung der Erinnerungskultur – Viersen 1933-45“ ein. Der Vorstand des Vereins gibt Antworten und stellt diverse Aktivitäten und Kooperationen vor.

Viersen-Süchteln – Wie erging es geistig behinderten Mitmenschen, Juden, Christen, Zeugen Jehovas, Kommunisten, Sozialdemokraten, Homosexuellen, Sinti und Roma in unserer Stadt? In welchem Umfang wurden Kriegsgefangene und Verschleppte in hiesigen Fabriken und Bauernhöfen zur Zwangsarbeit genötigt? Was geschah in der Reichspogromnacht in Viersen, speziell in Süchteln? Gab es mutige Menschen, die Verfolgte versteckten? Wurden Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen? Sind überhaupt Unterlagen vorhanden oder wurden sie gezielt vernichtet? Welche Geschichte kann die „Königsburg“ erzählen?

Der Verein arbeitet mit großem Einsatz an der Aufklärung der Naziverbrechen in Viersen. Dazu hat er die Virtuelle Gedenkstätte Viersen 1933-45 mitaufgebaut. In dem bundesweit bisher einzigartigen Projekt wurden zahlreiche Recherchen zu den Opfern, aber auch den Beteiligten angestellt. Sie gilt inzwischen als eine der wichtigsten Informationsquellen über Leben, Leiden und Struktur in der NS Zeit in Viersen. Das Projekt ist bundesweit einzigartig und wurde mit dem Integrationspreis NRW ausgezeichnet.
Der Eintritt ist frei. Das Team der Königsburg freut sich über eine Spende für das Kulturprogramm. (opm)

Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz