Präventionsprogramm AOK-JolinchenKids bringt Kinder in Bewegung

Das AOK-Präventionsprogramm „JolinchenKids – Fit und gesund in der Kita“ wirkt sich positiv auf das Bewegungsverhalten und den Medienkonsum von Kindern aus. Zu diesem Ergebnis kommt das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie im Rahmen einer aktuellen wissenschaftlichen Erhebung. „In dieser Studie haben wir einen hohen methodischen Standard angelegt. Dies war im dynamischen Setting Kindertagestätte durchaus schwierig umzusetzen. Dennoch konnten wir positive Effekte des Präventionsprogramms zeigen“, sagt Prof. Dr. Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung.

AOK Regionaldirektor Heinz Frohn

Mönchengladbach – AOK-JolinchenKids kommt bundesweit bereits in über 3.600 Kindertagesstätten zum Einsatz und erreicht über 232.000 Kinder und ihre Familien – 93 Einrichtungen davon befinden sich in Mönchengladbach und den Kreisen Heinsberg und Viersen. Das Programm besteht aus den insgesamt fünf flexibel einsetzbaren Modulen Bewegung, Ernährung, seelisches Wohlbefinden, Elternpartizipation und Erzieher/innen-Gesundheit. In 62 bundesweit zufällig ausgewählten Kindertagesstätten in ländlichen und städtischen Regionen wurden die Effekte des Programms untersucht. Während die Hälfte der ausgewählten Einrichtungen das Programm in den Kita-Alltag integriert hatte, nahm die Kontrollgruppe im Messzeitraum von zwölf Monaten nicht an AOK-JolinchenKids teil.

Gut die Hälfte der Kitas, die das Programm nutzen (55 Prozent), verwendete den Baustein Bewegung, er erzielte der Studie zufolge auch den größten Effekt. AOK Regionaldirektor : „Wir freuen uns, dass „JolinchenKids“ das Bewegungsverhalten von Kindern positiv beeinflusst. In Einrichtungen, in denen das AOK-Bewegungsmodul ein Jahr lang durchgeführt wurde, agierten die Kinder nachweislich schneller als Kita-Kinder aus der Vergleichsgruppe.“ Die Ergebnisse wurden mittels eines Motorik-Tests gemessen, in fünf Modulen wurde dabei insbesondere die Aktionsschnelligkeit der Kinder untersucht.

Jede vierte Kindertagesstätte (23 Prozent) griff das Modul „Elternpartizipation“ auf, auch hier gab es sehr gute Ergebnisse. So berichteten die Eltern von einem signifikant niedrigeren Medienkonsum ihres Nachwuchses als in Kitas, in denen das AOK-Präventionsprogramm bis dahin nicht zum Einsatz kam. Die Bewertungsgrundlage lieferten die quantitativen Aussagen von Eltern im Rahmen einer Fragebogenerhebung.

„JolinchenKids lässt sich in jedes bestehende Konzept einfach integrieren, das war uns bei der Entwicklung besonders wichtig. Denn nur so stellt dieses Präventionsprojekt für Kitas eine sinnvolle Ergänzung und Erweiterung des bestehenden Angebotes das. Weil JolinchenKids viele Erleichterungen für den Kita-Alltag mit sich bringt, wird es vom pädagogischen Fachpersonal als Unterstützung wahrgenommen: Besonders geschätzt wird neben den von Fachreferenten geleiteten Angeboten für ErzieherInnen und Eltern auch das umfangreiche und anschauliche Material.“ Die AOK werde sich vor Ort weiter engagieren und dafür einsetzen, dass immer mehr interessierte Kindertagesstätten von dem Präventionsangebot der Gesundheitskasse profitieren können.

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