Pride-Monat, Uniformen, sportliche Ferien und der Schrei der Unterdrückten

Die Corona-Zahlen sinken, die Beschränkungen werden gelockert. Dennoch haben die letzten Monate gravierende Auswirkungen auf die Vereinstätigkeit, die die Existenz der Vereine und das gelebte ehrenamtliche Engagement bedrohen.

v.li.: Stefanie Radeck, Torsten Saks, Bernhard Fischer, Tobias Mesterom, Landu Malambu – Text/Foto: SSK-MG

Mönchengladbach – Im Juni weht die Regenbogenfahne besonders oft. Von Pink für Sexualität, über Grün für Natur bis zu Violett für Geist – sie steht als Symbol für die Zuversicht auf eine bunte, vielfältige Welt und ein tolerantes Miteinander. Zuversicht verspürt jetzt der Vorsitzende der 1. Schwul-lesbischen Karnevalsgesellschaft Mönchengladbachs, Tobias Mesterom. „Wir arbeiten auf Hochtouren an den Vorbereitungen für unsere legendäre De Leck’re Jecken Show.“ Die Sitzung genießt unter den Karnevalisten der Stadt absoluten Kultstatus.

Zuversichtlich blickt ebenfalls Torsten Saks von den Gelb-Blauen Funken. Sorgen bereiteten dem Verein die Kosten der dringend benötigten Uniformen für den karnevalistischen Nachwuchs. Die Minitanzgarde nimmt Kinder bereits ab 4 Jahren auf.

„Gerade Kinder haben unter den Einschränkungen ihres sozialen Umfelds und ihrer Bewegungsfreiheit sehr gelitten. Allen, die gewollt und ungewollt in den Ferien zuhause bleiben, wollen wir vom ASMG e. V. (American Sports Mönchengladbach) mit unseren Sommercamps Abwechslung mit viel Bewegung bieten. Gleichzeitig können sie eine Sportart kennen- und vielleicht lieben lernen.“ freut sich die 2. Vorsitzende Stefanie Radeck.

Ebenso strahlt Landu Malambu von Le Cri des Opprimés (Schrei der Unterdrückten – Verein für Integration, Kultur und Bildung) Durch Kulturaustausch bei Veranstaltungen und Projekten führt der Verein Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zusammen.

Die vier freuen sich über die Zuwendungen von Bernhard Fischer, stellvertretender Leiter der Sparkassenfiliale Alter Markt. Nach 2020 hat die Stadtsparkasse Mönchengladbach in 2021 erneut Gelder für durch Corona betroffene Vereine zusätzlich zur Verfügung gestellt. 77 Vereine erhielten insgesamt 67.600 Euro Corona-Hilfe. „Der Anruf von Herrn Fischer kam im richtigen Moment.“ sind sich alle einig.