Projekt Healthy Building Network: 200 Teilnehmer beim Symposium zur Zukunft des Gesunden Bauens

Einen Blick in die Zukunft des Gesunden Bauens wagte das Projekt Healthy Building Network (HBN) bei seinem zweiten Symposium. 200 Gäste verfolgten die Veranstaltung im Livestream. „Dies zeigt, wie hoch das Interesse an diesem Thema ist, bei dem es um eine menschen- und umweltfreundliche Bauweise geht“, sagt Anastasia Araktsidou von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) Kreis Viersen, die zu den Projektpartnern gehört.

Region – Gerade in Zeiten von Rohstoffknappheit und immensem Müllaufkommen in der Bauindustrie ist Gesundes Bauen besonders wichtig, verdeutlichte HBN-Projektleiter Michel Weijers. Mit einigen Rechenbeispielen zeigte er auf, dass sich die Investition in Gesundes Bauen auszahle. Das unterstrich der Hauptreferent, Architekt Thomas Rau. Nachhaltiges Bauen sei der Treiber der zukünftigen Wirtschaftsentwicklung. Seine Botschaft: „Vordenken statt nachdenken“. Man müsse sich also über die möglichen Konsequenzen einer heutigen Entscheidung auf die Zukunft Gedanken machen. Obwohl unsere Ressourcen begrenzt seien, könnten Prozesse so organisiert werden, dass sie unendlich zur Verfügung stehen, so Rau.

Inwieweit sich das Innenraumklima auf die Leistung von Schülern auswirkt, erforscht Dr. Nicolas Duran von der Maastricht University. Er präsentierte beim Symposium seine aktuellen Forschungsergebnisse. Seine wichtigste Erkenntnis: hohe CO2- und Feinstaubwerte wirken sich negativ auf die Leistung der Schüler aus.
In der anschließenden Podiumsdiskussion sprachen kommunale Spitzenpolitiker aus Venlo, Krefeld, Mönchengladbach und dem Kreis Viersen über den Weg zu einer Healthy-Building-Kompetenzregion. Es wurden nicht nur aktuelle Projekte vorgestellt, sondern auch auf die Bedeutung von gesundem und nachhaltigem Bauen für Mensch, Umwelt und der Wirtschaft hingewiesen. So sagte Viersens Landrat Dr. Andreas Coenen: „Es sind zahlreiche Maßnahmen auf politischer Ebene notwendig, aber auch von der Verwaltung braucht es ein mutiges Vorangehen, um die gesamte Bau‐ und Immobilienwirtschaft mit auf den richtigen Weg zu nehmen.“ Quintessenz der Diskussion: das Projekt soll als HBN 2.0 fortgesetzt werden.

Die grenzüberschreitende Initiative HBN im Bereich der euregio rhein-maas-nord mit den Partnern Kreis Viersen, Venlo, Krefeld und Mönchengladbach will Innovationen im Bereich des gesunden Bauens fördern. Wissenschaftlich begleitet wird das von der EU, dem Land NRW und der Provinz Limburg geförderte Projekt von der Universität Maastricht. (opm/paz)

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