Proklamation des 35. Kreuzherren Jürgen Wackerzapp

„Meine sehr verehrten Karnevalisten, die, die es werden wollen, die, welche bereits gekürt wurden, hallo nicht genannt werden wollende Ehrengäste und Offizielle, liebe Festgemeinde“, so begann Jochem Enzenmüller seine Begrüßungsrede an der Stele.

Mönchengladbach – Wir sind hier als Gemeinde des rheinischen Frohsinns, insbesondere der KG „Die Kreuzherren Wickrath“ angetreten, um eine Person des frohen Sinnes kurz: Frohsinn, gleich in der Volksbank durch den wohl besten Laudator in weitem Umfeld, unseren Norbert Spieker, zu ehren. Und vielleicht erweist er sich ja auch als würdig genug, was wir meinen, um vom Bürgermeister Michael Schroeren die Weihen des Kreuzritters zu erlangen. Sei`s drum.

Bevor dies aber geschieht, gehört es sich, und das tun wir jetzt auch, aller verstorbenen der KG die Kreuzherren Wickrath, insbesondere der Kreuzritter zu Gedenken. Ich darf Euch daher bitten, eine Minute in schweigendem Andenken zu verharren. Freud und Leid liegen eng zusammen.

Wir erinnern uns: Kurz vor der letzten Kreuzritterproklamation haben wir alle wählen dürfen. Genau am 24.9.2017. Und schon 171 Tage später wurde Angela Merkel überraschend zur Bundeskanzlerin gewählt. Das ging doch mal schnell.

Ja nicht in Bayern. Da kämpft Herr Seehofer, unser Innenminister, nein, der ist nicht AFD Mitglied, Dr. Krings als sein enger Mitarbeiter muss das bestätigen (können), wie wild gegen die nächste Völkerwanderung.

Hiernach ging er auf die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ein. Enzi bemerkte: Vorschlag meinerseits für die Kritiker: Mein Männergesangverein, Eintracht Wickrathberg, kommt auf die Reservebank und tritt nur an, um die Nationalhymne zu singen. Dann wäre das Thema auch vom Tisch.

Erinnern sie sich noch an den 29. Mai 2018?
Die RP / in Person Christian Lingen, schreibt: Bernd Gothe tritt als MKV Chef zurück. Ich wartete und wartete. Ich hätte erwartet, dass Trump (US-Präsident) den Vorsitz des MKV auch übernimmt und einen Vorstand/Elferrat hätte er aus Nordkorea auch mitgebracht. Die Nicken alles ab und lächeln auch immer dabei.

Aber es kam Gott sei Dank anders. Ein gewisser Herr Kartheuser übernimmt den Vorsitz. Nein, Heinz-Josef Katz, nicht von der Kartäuser Katze abgeleitet, aber wahrscheinlich, auch wenn es sich anders schreibt, bestimmt vom lateinischen „Ordo Cartusiensis“ abgeleitet. (Kartäuser = Orden) Das würde Sinn machen: Denn – der Orden geht auf den heiligen Bruno von Köln zurück und die Kölner sind doch für den Karneval berühmt.

Die Uhr in der Stadt läuft Rückwärts. Das wundert niemanden bei der Diskussion um zum Beispiel Blumenkübel vor dem Ratskeller in Rheydt, getreu dem Motto „Mönchengladbach blüht auf“.

Übrigens, eine Schuldenuhr hat die KG die Kreuzherren nicht. Im Gegenteil, konnte doch der Schatzmeister, einer jener jungen Riege des verjüngten Vorstandes, auf der letzten JHV von guter Kassenlage berichten. Falls die Politik also einmal Bedarf hat ein paar Trainerstunden zum Thema Haushaltsführung und Budget zu nehmen. Die KG bietet sich an.

Wir hatten einen Sommer der Dürre, auch in Mönchengladbach. Eine Hitze war das.  Wäre doch auch mal schön, wenn der Veilchendienstagszug (kurz VDZ) im Hochsommer stattfinden würde. Wie sähen dann wohl die Kostüme der leckeren Jecken aus, Karneval in Rio wäre ein Scherz dagegen.

Einer der beliebtesten Berufe war neben dem des Bademeisters der des Wirtes. Der Familienname Zapp stellt indirekt einen Berufsnamen dar, der auf die Tätigkeit eines Schankwirts (eigentlich: mhd. zapfenaere) hinweist. Der mittelhochdeutsche Begriff zapfe bedeutet Bier- und Weinzapfen und hat mitunter einen obszönen Beiklang: der Wackerzapp. Außerdem umschreibt er die Örtlichkeit des Bier- und Weinausschanks, die Schankgerechtsame − also das Recht zum Getränkeausschank.

Was jetzt am Namen und der Person des Wackerzapp obszön sein soll, vielleicht werden wir es nachher in der Volksbank erfahren. Auf jeden Fall steht mir zur linken der mit diesem Namen geziert ist und den die Meisten von Euch sicherlich kennen. Der möglicherweise 35ste Kreuzritter: Jürgen Wackerzapp.

Eine schillernde Person, einfühlsam aber humorvoll, geht er einem wichtigen Gewerbe nach. Da schließt sich dann wieder der Kreis zum Monat November. Der 2. November ist eigentlich sein Werktag, kümmert er sich doch um alle Seelen. Und der Karneval, dem er ja auch verbunden ist, tut dies ebenso. Ein Fest für alle Seelen.

So überprüfen wir jetzt, ob sein Name auf dieser wunderschönen Edelstahlstele aus dem Hause Gothe, fehlerfrei eingraviert wurde. Jürgen, ich darf Dich bitten, die Stele zu entkleiden.  (Kurzfassung der Eröffnungsrede des Herr Enzenmüller, genannt „Enzi“)

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