Proklamation des Stadtkinderprinzenpaares Lukas II. und Lara I.

Zum zweiten Mal fand die Proklamation des Kinderprinzenpaares der Stadt Mönchengladbach im Haus Erholung statt. Im festlich geschmückten Kaisersaal des Hauses Erholung war alles für die Proklamation vorbereitet. Die Bühne war mit blau-weißen Luftballons und einer Prinzenmütze dekoriert. Auch eine Prinzenlounge war für die Kinder vorbereitet.

 

Mönchengladbach – Dagmar Gaden, zuständig für den Fachbereich Kinder-, Jugend- und Schulkarneval im MKV und Markus Hardenack, stellvertretender MKV-Vorsitzende, teilten sich die Moderation an diesem Nachmittag. Beide stellten fest, dass es im vorigen Jahr eine festliche Aktion war und laut Oberbürgermeister es auch in diesem Jahr wieder stattfinden werde.

Dann wandte Dagmar Gaden sich an Verena und Guido Gauls, letztjähriges Prinzenpaar der Stadt Mönchengladbach und Eltern von Lara sowie an Ruth und Ralf Leuer, die Eltern von Lukas, die wahrscheinlich nervöser sind als die Kinder.

Das eigentliche Programm begann mit dem Kinderhoppeditz Niclas Quade, der bereits am 11.11. die Session auf dem Sonnenhausplatz, ohne sein Vorbild Josef Amend, der leider erkrankt war, eröffnete. Niclas stellte sich musikalisch mit dem Lied „Es geht schon wieder los“ vor.

Dann zogen die Stadtteil-Kinderprinzenpaare zusammen mit Bernie, dem Maskottchen des MKV, in den Saal ein.

Die Kinder-Prinzenpaare aus den Gesellschaften: Alles onger ene Hoot Hardterbroich, Spönnradsbeen Hardt, Wanloer Ströpp, Halt Uut Pesch, Potz op Rheindahlen und Mennrather Sankhase, stellten sich mit ihren Namen und ihrem Schlachtruf vor.

Dann stellte Bernie seinen obligatorischen Tanz vor, den fast alle mitmachen. Hardenack meinte hierzu, dass den Gästen im Saal vielleicht etwas Nachhilfe in Bezug auf den Bernie-Tanz gegeben werden müsste.

Als nächstes wurde ein Traum von Dagmar Gaden wahr. Sie hatte geträumt, wie man Kinder untereinander verbinden könne, damit  nicht jedes alleine in der Ecke steht. Hierauf habe sie ihren Jugendausschuss angerufen und dieser hat es geschafft, 20 Mädchen aus 11 Gesellschaften zu einer Kindertraditionsgarde zusammen zu bekommen. Das hat wunderbar geklappt und die Kinder zeigten einen hervorragenden Tanz, obwohl sie nur vier Mal geprobt hatten. Auch wurde der Tanz vom Hoppeditz Niclas kritisch beobachtet und für gut befunden.

Hiernach schrieb das Haus Erholung Geschichte, denn Lukas und Lara in Wartestellung sollten proklamiert werden. Angeführt vom Trommlercorps Lürrip mit Tambourmajor Yannick Gaden marschierten die Kinderprinzengarde sowie Lukas und Lara in den Saal ein. Dagmar Gaden wandte sich an die Beiden und erklärte, dass sie es sich verdient hätten und ein Mann könne das ändern und zwar der Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners, der dann in Begleitung seiner Garde auf der Bühne erschien.

Lukas und Lara stellten sich auf Wunsch des OB noch einmal vor, aus welchen Gesellschaften sie kommen, welche Schulen sie besuchen und was ihre Hobbies sind. Auch auf die Bilder des Prinzenpaares, die auf den Tischen verteilt waren, nahm der Ob Bezug. Sie zeigen die Kinder vor dem Balderich, dem Rathaus Abtei, im Bunten Garten und auf dem Sonnenhausplatz mit den Eseln.

Lukas kniete nieder und erhielt durch den OB die Mütze mit den vier Federn und sein Zepter, welches die Insignien Eule für Neuwerk und den Fußball für Borussia Mönchengladbach trägt. Zu Lara gewandt meinte er, du bekommst von mir ein Küsschen und dann bist du Prinzessin. Mit den Schlachtrufen 3 x Halt Pohl, 3 x All Rheydt und dem vom OB kreierten Schlachtruf Gladbach…blüht auf war die Proklamation beendet. Der OB ließ durch die Bürgermeisterin Petra Heinen-Dauber zur Erinnerung an diesen Tag ein Geschenk überreichen, auch an den Hofmarschall Hajo Hering und den Adjutanten Yannick, dem letztjährigen Kinderprinz.

Ihre Antrittsrede hatten die Beiden in Reimform gestaltet. U.a. erklärte Lukas, die Stadt habe 259.851 Einwohner, worauf Lara erwiderte, es sind nur 259.850, denn einer tanzt immer aus der Reihe. Weiter war ihr Wunsch an den OB, dass das Haus Erholung so bleiben solle wie es ist, damit dort auch weiterhin Karneval gefeiert werden könne. Weiter wünschen sie sich Ruhe und Frieden und einen herrlichen Karneval und ihr Leitsatz ist, Freude verschenken und dabei an einsame Menschen denken.

Mit dieser Rede hatten die Beiden allen aus der Seele gesprochen. Der erste Kinderprinzenorden mit einem Bild ging natürlich an den OB und dann natürlich auch an die Eltern. Hier muss angemerkt werden, dass Lara es geschickt verstanden hatte, nicht jedem die Prinzessinnenadel anstecken zu müssen, sondern drückte sie den Ordensrittern einfach in die Hand.

Dann stellten sie ihr Prinzenlied vor. Der Text stammt aus der Feder von Rolf Gaden und die Musik von den Räubern, die es nur dem Kinderprinzenpaar gestattet haben, diese Musik für ihr Lied zu verwenden.

Gert Kartheuser, der MKV-Chef, bescheinigte den Beiden, dass sie ein wunderbares Prinzenpaar seien und sich wie Profis auf der Bühne bewegen. Zum OB gewandt, sagte Kartheuser, dass der Weg vom Ratssaal zur Erholung der richtige Weg war und dieser sich die Wünsche der Kinder gut merken solle.

Kartheuser bat die beiden Mütter Verena und Ruth auf die Bühne und überreichte ihnen einen vom MKV neu kreierten Clown, der mit Pralinen von Heinemann gefüllt ist. Auch wurde der MKV-Orden an Lukas und Lara verliehen.

Natürlich durfte auch das Gruppenbild mit den Stadtteil-Kinderprinzenpaaren und OB nicht fehlen. Hierzu wurde dann noch einmal die Kinder auf die Bühne gebeten.

Gaden und Hardenack kündigten an, dass es jetzt nicht viel zu sitzen gäbe. Was eben hier auf der Bühne passierte, war gestern schon in der Stadthalle Rheydt der Fall, denn es zogen das neue „große“ Prinzenpaar Dirk I. und Niersia Martina mit Hofstaat in den Saal ein. Gaden war stolz, Gladbacherin zu sein bei diesen beiden strahlenden Prinzenpaaren.

Prinz Dirk I. fand es schade, nicht bei der Proklamation dabei gewesen zu sein, aber die Rede haben sie mit angehört. Sie freuen sich jetzt schon darauf, zusammen mit den Beiden durch die Säle zu ziehen. Auch haben die vier ein gemeinsames Lied aufgenommen, was den Gästen dann auch präsentiert wurde. Zuvor ergriff Prinzessin Niersia Martina das Wort und freute sich, eine kleine Familie geworden zu sein. Ihre Tränen konnte sie dann vor lauter Rührung nicht mehr unterdrücken.

Beim gemeinsamen Lied der beiden Prinzenpaare untermalte der Hofstaat mit Fingerpuppen diesen Text.

Auch das Mottolied „Gladbach blüht auf“ durfte an diesem Nachmittag nicht fehlen. Es wird von sechs Damen der KG Schwarz-Gold Rheydt präsentiert.

Leider konnte dann das herzliche und sympathische Prinzenpaar Dirk I. und Niersia Martina nicht bleiben, denn ihr nächster Auftritt stand auf dem Programm, während Lukas und Lara in ihrer Lounge Platz nahmen, um das weitere Programm zu verfolgen.

Jetzt gab es für Lukas ein Heimspiel, denn es trat die Jugend- und Kinder-Garde Neuwerk auf, in der er jahrelang mitgetanzt hat. Die Jungen und Mädchen zeigten in ihren Blau-weißen Uniformen, was sie so alles einstudiert hatten, so z.B. Hebefiguren und die Pyramide. Zum Schluss übergaben sie an Lara eine Stärkung für zwischendurch und an Lukas ein Fotoalbum mit Bildern von der Zeit, als er bei den Uehllöekern getanzt habe. Aber alle hoffen, dass er nach einer Prinzen- und Adjutantenzeit wieder zu ihnen zurück kehre.

Auch die Kinderprinzengarde, in der Lara normalerweise tanzt, machte ihre Aufwartung. Da aber der neue Tanz erst bei ihrem Empfang im Januar gezeigt wird, präsentierten sie den Stippeföttchen-Tanz, bei dem Lukas und Lara ebenfalls mitmachten. Auch die beiden Solomariechen der Kinderprinzengarde zeigten ihr Können.

Etwas anderes als ein Tanz, hatten die Neuwerker Kinder sich, unter der Leitung von Hannelore Theisen, ausgedacht. Sie zeigten das Musical Tabaluga, in dem hervorgehoben wurde, wie wichtig es ist, Freunde zu haben. Zuerst stellte der Zauberer Tabaluga Bienen als Freunde vor, die für ihn nicht infrage kamen, da sie zu viel arbeiten müssen. Weiter ging es mit Pinguinen, aber das war auch nicht passend, denn dann müsse er immer frieren und das schaffe er auch nicht. Zum guten Schluss kam ein Schneemann mit dem Schlüssel der Macht und brachte ihm eine Prinzessin. Damit hatte er eine Freundin fürs Leben gefunden und der Slogan lautete dann, gemeinsam sind wir stark.

Natürlich waren auch die Rheer Knöppkes mit ihrem Tanz vertreten. Es ging um ein Puppen-Museum. Nachdem die Öffnungszeit vorbei war, ging die Party bei den Puppen so richtig los, bis eine kleine „Puppe“ eine Uhr herein brachte und die Puppen auf ihren Platz zurück kehren mussten und die Party damit beendet war.

Mitglieder vom Jugend-MKV

Den Abschluss der Veranstaltung bildete das Gruppenbild mit Kinderprinzenpaar, Garde und dem Jugendausschuss, dem die stolze Dagmar Gaden und Markus Hardenack für ihre tolle Arbeit dankten.

Schade war nur an diesem Nachmittag, dass sich nur wenige Gesellschaften eingefunden bzw. gar nicht erschienen waren.  –  (Text: Marlene Katz)