Rahser-Dorfabend begeisterte mit Vielfalt und kölschen Klängen

Nicht nur die Hitze hatten den Dorfabend der St. Notburga Bruderschaft im Rahser aufgeheizt, auch die hervorragende Stimmung gab ihren Teil hinzu. Der Abschluss des diesjährigen Schützen- und Heimatfestes lockte gewohnt so viele Gäste, dass es auch auf dem Kirmesplatz heimelig wurde.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen-Rahser – Das vergangene Wochenende hatten die St. Notburga Schützen als letzte Bruderschaft der Alt-Viersener Sektion mit vielen befreundeten Bruderschaften aus der ganzen Region und zahlreichen Gästen ihr Schützen- und Heimatfest begangen. Den Abschluss fand die diesjährige Veranstaltung traditionell mit dem Dorfabend, an dem die Bruderschaft nach den traditionellen Umzügen und Festhochamt noch einmal einlud um ein buntes, von den Mitgliedern gestaltetes Programm zu präsentieren.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Am Montagabend kamen deshalb viele Gesandte der Bruderschaften, Freunde und Familien zusammen um nach der traditionellen Kirmesteufelverbrennung gemeinsam zu feiern. Dem armen Kirmesteufel wurde gewohnt alles zugesprochen, was an den letzten Tagen schief gegangen war – kleine Fehler, Vergessenes und Ungewolltes verbrannte so mit ihm und bestimmte das glückliche Händchen bis zum nächsten Schützenfest.

Eröffnet wurde der Abend in diesem Jahr von Präsident Alexander Wassen und Vizepräsident Uwe Westermann, die die Bühne für den Auftritt der Infanterie frei gaben, die mit gekonnten Grimassen einen Einblick auf die „Herrentoilette“ eröffneten. An sie schloss sich der auch farblich bunte Auftritt der Schüler- und Jungschützen an, der mit viel Beifall begleitet wurde – und auch die Weißen Husaren mit der Generalität hatten sich einiges einfallen lassen um die Zuschauer zu begeistern.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Musikalisch begleitet wurde der Abend von der Band „Farbton“ und den „Boore“, der bekannten Kölner Mundart-Band, die 1998 gegründet wurde und nicht mehr nur im Karneval auf den Bühnen der ganzen Region eine gute Figur macht. Im vergangenen Jahr feierte die Band nicht nur ihr 20-jähriges Bandjubiläum, sondern auch Fernseh-Premieren im ZDF-Fernsehgarten und „Immer wieder sonntags“. Dass sie nicht nur Karneval können, dass bewiesen sie im Rahser und verließen das Festzelt mit bester Stimmung. So war es nicht verwunderlich, dass der Abend erst weit nach Mitternacht ausklang, der bereits jetzt Lust auf das kommende Jahr und das nächste Schützen- und Heimatfest der St. Notburga Bruderschaft machte, als „In unserem Veedel“ stimmgewaltig erschallte. (dt)

Sich selber nicht ganz so ernst nehmen – auch darum ging es beim Dorfabend. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming