Rahser Schützenfest: Der Countdown läuft – Sappeure setzten den Schützenmaien

Ein aktives Vereinsleben, der siegreiche Schuss auf den Vogel, handwerklich und tatkräftig immer zur Stelle – der Sappeur-Corps Viersen-Rahser wusste am Wochenende nicht nur zu feiern, er stellte, begleitet von Gästen, Zuschauern und Schützen, seinen Schützenmaien am Rahser Trichter auf mit musikalischer Begleitung durch das Viersener Tambour-Corps.

Foto: Melanie Häming

Viersen-Rahser – Wenn auch nicht in Viersen, reicht die Geschichte der Sappeure zurück bis in das 18. und 19. Jahrhundert. Schon damals waren sie immer hilfreich zur Stelle. Der Lageraufbau, das Fällen von Bäumen, der Bau von Annäherungsgräben oder die Beseitigung von Hindernissen – sie bereiteten der nachrückenden Infanterie den Weg, marschierten stets an der Spitze der Truppe.

Auf ihrer Bärenfellmütze prangte damals wie heute der Pützer, eine Art Bürste aus Federn (heute aus Kunststoffasern). Immer dabei trugen sie eine langstielige Zimmermannsaxt. Ebenfalls die Farbe der Uniform ist geblieben: Das Königsblau sticht bei jedem Schützenfest heraus und ist seit 36 Jahren eine Zier in der Rahser Bruderschaft.

Foto: Melanie Häming

Fritz Häming gründete im Jahre 1982 die Viersener Gruppierung im Rahser, die in dieser Form nur im Düsseldorfer und Neusser Raum bekannt war. Gläserbürsten kannte man nur in der Spüle einer Theke, aber als Kopfschmuck auf einem Tschako, einem Beil statt einem Gewehr und blaue Uniform, statt grün war eine revolutionäre Entscheidung. Diese Gruppierung ist nun ein Aushängeschild in der St. Notburga-Schützenbruderschaft. Wo immer man mit Muskelkraft gebraucht wird, die Sappeure stehen sofort bereit. Daher ist die Bruderschaft stolz auf ihre Truppe, die natürlich das gesellige Dasein und das familiäre Miteinander in den Vordergrund des jährlichen Treibens stellt.

Ansprechpartner für Interessierte ist der Major der Sappeure Fritz Häming, Sittarder Straße 93, 41748 Viersen, Telefon: 02162/23996, Mail: M.Haeming@gmx.de. (mh)

Foto: Melanie Häming