Ran an die Spaten bei der Wiederaufforstung auf den Süchtelner Höhen

„Auf großen Raum pflanz einen Baum und pflege sein, er bringt dir’s ein“, eine Bauernweisheit, der rund 100 Menschen am vergangenen Samstag folgten und trotz Schneeregen und Kälte am Wideraufforstungs- und Informationstag auf den Süchtelner Höhen teilnahmen.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Viersen-Süchteln – Die Borkenkäferplage und der Sturm Friederike hatten im vergangenen Jahr große Schäden auf den Süchtelner Höhen angerichtet, zahlreiche Bäume konnten nicht erhalten werden. Große Lücken sind entstanden, die nun wieder gefüllt werden sollen und so hatte die Stadt Viersen zu einer Wiederaufforstungsaktion eingeladen.

Einmal durch die Wetterverhältnisse verschoben, nahmen am vergangenen Wochenende rund 100 Menschen an der Aktion teil, die von der Deutschen Waldjugend Viersen mit Jurte Tee und Stockbrot versorgt wurden. Kindergartengruppen, einzelne Teilnehmer, Familien oder Vertreter der politischen Parteien schreckten Nässe und Kälte nicht ab, schließlich sollen 20.000 Pflanzen in diesem Jahr und weitere 40.000 in 2020 sowie 2021 gesetzt werden. Der Anfang ist auf jeden Fall gemacht, denn innerhalb der ersten Stunde konnten bereits mehr als 500 Bäumchen ihre Wurzeln in der neuen Erde ausbreiten.

Auch Mitglieder politischer Parteien waren tatkräftig dabei – v. l. Andrea Wirth, Wolfgang Genenger (beide CDU). Foto: privat

Hilfreich hatten die Mitarbeiter der Städtischen Betriebe im Vorfeld Hunderte von Bohrlöchern vorbereitet, damit das Pflanzen ein wenig einfacher ging und ganz nebenbei nutzte Stadtförster Rainer Kammann die Möglichkeit über die Aufforstung und das perfekte Pflanzwetter zu informieren. In den kommenden Tagen werden die städtischen Mitarbeiter die Pflanzungen fortsetzen.

Gepflanzt werden heimische Baumarten die Buche, Eiche, Linde und Hainbuche. Darüber hinaus werden Baumarten in die Kulturen eingemischt, die dem Klimawandel besser standhalten. Dazu gehören beispielsweise Baumhasel, Lindenblättrige Birke, Esskastanie und verschiedene Nadelbäume. Die Bäume vom Samstag in dem genutzten Bereich des Wildgeheges wurden danach ausgesucht, dass sie künftig wieder Wildschweinen Nahrung bieten können. Bis die Pflanzen groß genug seien, um Wildschweinen wieder eine Heimat zu sein, vergingen allerdings noch einige Jahre, so Kammann. Die Schäden, insbesondere von Friederike, werden noch viele Jahre nachwirken und erkennbar bleiben. (cs)