Rat entscheidet über Ausbau der Mehrzügigkeit an Schulen

Es tut sich was in der Viersener Schullandschaft, wobei nicht jede Entscheidung mit Wohlwollen innerhalb der Elternschaft aufgenommen wird. Das Auslaufen der Primus-Schule sorgt bereits seit Monaten für hitzige Diskussionen, der Ausbau der Mehrzügigkeit an anderen Schulen hingegen entlastet die Schulplatzsuche.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen – Bereits im vergangenen Jahr wurde das Planungsbüro Bildung und Region mit der gesamtstädtischen Schulentwicklungsplanung für die Stadt Viersen beauftrag. Als das Gutachten im November 2021 erstmals vorgestellt wurde stellte vor allen Dingen die Dülkener Primus-Schule mit Erschrecken fest, dass sie ein Ende finden soll. Hieran hat sich trotz zahlreicher Einbringungen der Schule, Eltern und auch Politiker bisher nichts geändert.

Auf der anderen Seite wird dagegen der Ausbau weiterer Klassen empfohlen, denn der Bedarf an Schulplätzen steigt. Der Schulausschuss hat die verschiedenen Erweiterungen bereits empfohlen, im Stadtrat am Dienstagabend wird voraussichtlich die Entscheidung abschließend mit Blick auf die Empfehlung entschieden.

Laut Vorlage bedeutet das für die:

städtische Gemeinschaftsgrundschule Körnerschule die Erweiterung der Klassen auf vier Züge zum 01.08.2023 sowie die Konkretisierung der hierfür notwenigen baulichen Aus- und Umbaumaßnahmen.

städtische Gemeinschaftsgrundschule Rahser ebenfalls die Erweiterung auf vier Züge zum 01.08.2023. Die Zügigkeit des Hauptstandortes (Regentenstraße) wird hierbei auf drei Züge und die der Dependance (Krefelder Straße) auf einen Zug festgelegt.

städtische Gemeinschaftsgrundschule Brüder-Grimm-Schule eine konkrete Bedarfsermittlung und Planung der notwendigen baulichen Ausbaumaßnahmen für eine Erweiterung auf rechnerisch dreieinhalb Züge. Der bauliche Ausbau erfolgt vor dem Hintergrund schwankend auftretender Bedarfe für mehr als sechs Züge im Grundschulbereich im Stadtteil Süchteln. Darüber hinaus wird festgelegt, dass eine Mehrklasse an der Städtischen Gemeinschaftsgrundschule Brüder-Grimm-Schule über die festgelegte Dreizügigkeit hinaus grundsätzlich nur dann gebildet wird, wenn eine stabile Dreizügigkeit der Städtischen Katholischen Grundschule Martinschule gewährleistet ist.

städtischen Gymnasien (Städtisches Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium, vier Züge sowie Städtisches Clara-Schumann-Gymnasium, drei Züge) bleiben unverändert. Die Bildung einer Mehrklasse an einer dieser Schulen wird seitens des Schulträgers grundsätzlich nur beantragt, wenn die dauerhafte Auslastung der festgelegten Zügigkeit an der anderen Schule gewährleistet ist.

städtischen Realschulen (Städtische Johannes-Kepler-Schule, vier Züge; Städtische Realschule an der Josefskirche, drei Züge) unverändert bleiben. Die Bildung einer Mehrklasse an einer dieser Schulen wird seitens des Schulträgers grundsätzlich nur beantragt wird, wenn die dauerhafte Auslastung der festgelegten Zügigkeit an der anderen Schule gewährleistet ist.

PRIMUS-Schule Viersen wie geplant und mit Bescheid vom 26.09.2013 genehmigt mit Wirkung vom 01.08.2024 sukzessive aufgelöst wird. Die durch das 16. Schulrechtsänderungsgesetz vom 23.02.2022 mögliche Verlängerung des Schulversuchs um drei Jahre soll in Viersen nicht erfolgen. Die Aufnahme neuer Schülerinnen und Schüler in der Jahrgangsstufe 1 erfolgt gem. Genehmigungsbescheid somit letztmalig zum Schuljahr 2023/2024 und es werden anschließend keine Eingangsklassen mehr gebildet.

Gemäß der Genehmigung vom 26.09.2013 lebt mit Beendigung des Schulversuchs für längeres gemeinsames Lernen (PRIMUS) mit Ablauf des 31. Juli 2024 die aufgelöste Grundschule KGS Kreuzherrenschule wieder auf und wird mit der Fortführungsgröße weitergeführt. Die KGS Kreuzherrenschule nimmt somit ab dem Schuljahr 2024/2025 wieder Kinder auf und bildet wieder Eingangsklassen in der Jahrgangsstufe 1. (dt)

Foto: Rheinischer Spiegel

 

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