Rente erst mit fast 70? – „Vorschlag der Bundesbank ist weltfremd“

Die Forderung der Bundesbank, das Renteneintrittsalter auf fast 70 Jahre zu erhöhen, lehnt Guido Zeitler, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), strikt ab.

Deutschlad – „Schon heute erreichen die meisten Menschen ein Renteneintrittsalter von 65, geschweige 67 Jahren, nicht gesund in Arbeit und nicht aus einer Vollzeitstelle heraus. Steigende Lebenserwartung heißt nicht automatisch, fit für den Job zu sein“, so Zeitler.

In Branchen mit harter körperlicher Arbeit – für Kellnerinnen oder Kellner, Bäcker und Bäckereifachverkäuferinnen oder am Band in der Süßwarenindustrie – sei es weltfremd, einen Renteneintritt mit fast 70 Jahren zu planen. Eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters würde deshalb das Problem der Altersarmut verschärfen. „Es käme schlichtweg einer Rentenkürzung gleich“, mahnt Zeitler. „Auch Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder ältere Erwerbslose brauchen Perspektiven für einen auskömmlich bezahlten Arbeitsplatz.“