Restaurierung der Dülkener Narrenmühle verläuft planmäßig

Im April war die Dülkener Narrenmühle demontiert und zur Restaurierung in eine niederländische Fachwerkstatt transportiert worden. Vertreter der Stadt und des Fördervereins der Narrenmühle besuchen seitdem regelmäßig die Mühlenbauer-Werkstatt Beijk, um sich ein Bild vom Fortschritt der Restaurierungsarbeiten zu machen.

Viersen-Dülken – Von ihrem jüngsten Besuch im niederländischen Afferden haben sie die Nachricht mitgebracht, dass alles nach Plan läuft. Marode, nicht mehr tragfähige Hölzer wurden durch neue Hölzer ersetzt. Dazu wurden originale und neue Holzbauteile durch Verleimung und zimmermannsmäßige Verbindungen druck- und zugfest miteinander verbunden. Morsche sogenannte Zapfen wurden mittels Epoxidharz und Vernadelungen mit dem Holzbalken wiederhergestellt.

Teile der inneren Konstruktion, des so genannten Bockes, wurden durch eine ergänzende Konstruktion verstärkt. Außer den bereits im Juni festgestellten rund 104.000 Euro sind keine weiteren Mehrkosten zu erwarten. Dem geplanten Wiederaufbau im Oktober steht nichts im Wege.

Eine Laboruntersuchung brachte Überraschendes zu Tage: Die Mühle ist womöglich älter als bisher angenommen. Bei den Rückbauarbeiten wurden Farbreste gefunden, die laut Laboranalyse aus der Zeit um 1722 stammen. Das heißt, dass die Mühle selbst schon aus dieser Zeit stammen könnte. Bisher wurde als Baujahr 1809 angenommen.

Mühlenbauer Max Beijk erläutert die aktuellen Arbeiten. Foto: Hartwig Hören