Rhein-Maas Berufskolleg Kempen: Schule für Menschenrechte

Zum 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und parallel zur Eröffnung des UN-Gipfels zum Migrationspakt in Marrakesch zogen 350 Schülerinnen und Schüler des Rhein-Maas Berufskollegs am 10. Dezember vom Holocaust-Denkmal zum Bundestag in Berlin.

Kempen – Unter dem Motto „Die Zukunft sind wir – gemeinsam!“ demonstrierten sie dort für die Einhaltung und Stärkung der Menschenrechte und gedachten der Menschen, die in den vergangenen Jahren auf der Flucht vor Krieg, Unterdrückung und Not ums Leben gekommen sind.

Mitschüler aus Kriegs- und Krisengebieten berichteten von den Zuständen in ihren Heimatländern und ihren Fluchterfahrungen. Sie zeigten sich glücklich und dankbar über die Chance, in Deutschland eine Ausbildung absolvieren oder einen Schulabschluss erwerben zu können. Gemeinsam wurden die 30 Artikel der Menschenrechtserklärung verlesen.

Foto: obs/Rhein-Maas Berufskolleg Kempen/Robert Ingenhorst

Die beiden Bundestagsabgeordneten des Kreises Viersen, Udo Schiefner (SPD) und Uwe Schummer (CDU) beteiligten sich an der Kundgebung. Der Kreis Viersen könne stolze darauf sein, solche Schüler und eine solche Schule zu haben, sagte Schiefner und bedankte sich bei ihnen für ihr Engagement. Uwe Schummer forderte sie auf, auch in Zukunft immer wieder zu kommen und sich öffentlich für die Menschenrechte einzusetzen. Man dürfe die Straße nicht dem Hass und den Hetzern preisgeben. Er betonte die Symbolkraft des Demonstrationsweges, der vom Holocaust-Mahnmal am Brandenburger Tor vorbei zum Reichstagsgebäude führte.

Abschließend mahnte Pfarrer Roland Kühne, dass der Einsatz für die Menschenrechte gemeinsamer Anstrengungen über nationale Befindlichkeiten hinaus bedürfe und sprach ein Gebet der Vereinten Nationen für das gemeinsame Ideal der Menschheit, das vor 70 Jahren proklamiert wurde: Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. (ots)