Rheindahlener Schüler gestalten virtuellen Karnevalszug mit Roahser Büttenmarsch

Virtuelle Karnevalszüge haben während der Corona-Pandemie ihren ganz eigenen Platz eingenommen. Ebenfalls der Süchtelner Lehrer Ansgar Strerath gestaltete mit den Schülern der Anna-Schiller-Schule einen fantasievollen Zug, der in der aktuellen Situation die Jecken digital verbindet.
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman

Viersen/Mönchengladbach – Schon immer war Ansgar Strerath ein Karnevalsjeck. Mittlerweile seit vier Jahren ist er Sprecher des Elferrats der Karnevalsgesellschaft Roahser Jonges 1936 e.V., bereits seit sechs Jahren sorgt er zudem mit seiner Band für die Musik auf den Sitzungen. Der Lehrer, der in Süchteln wohnt und an der Rheindahlener Hauptschule tätig ist, feiert eigentlich traditionell mit seinen Schülern das närrische Winterbrauchtum in der Schule, geht verkleidet ins Büro und hat mit seinem jecken Virus fast das gesamte Lehrerkollegium infiziert.

Mit den ersten virtuellen Karnevalszügen entstand die Idee eines eigenen Zuges, gestaltet von den Schülerinnen und Schülern der Anna-Schiller-Schule. „Da wir immer in der Schule Karneval gefeiert haben wollte ich einfach mal probieren, wie die Schülerinnen und Schüler reagieren“, so Ansgar Strerath. „Hinzu kommt, dass alle ja im Distanzunterricht sind und immer nur Arbeitsblätter ausfüllen, Texte schreiben und an Videokonferenzen teilnehmen ist auch langweilig.“ In dem Wissen, dass seine Schüler eine kreative Ader haben, hat er alle Klassen eingeladen einen eigenen Karnevalszug zu gestalten. „Es kamen so viele Einsendungen, dass wir auswählen mussten, was mir richtig leidgetan hat“, bedauert der Lehrer. Beteiligt haben von der 5. bis zur 9. alle Klassen.

Doch was wäre ein Karnevalszug ohne die passende Musik. Ansgar Strerath kontaktierte verschiedene Garden in Köln, doch die Zusammenarbeit scheiterte an den zum Teil hohen Lizenzgebühren. Dann fiel ihm der Roahser Büttenmarsch ein und nach einem Telefonat mit dem 1. Vorsitzenden Wolfgang Genenger war schnell klar: Diese Musik würde es werden. Mittlerweile ist das Video online und kann auf der Webseite der Anna-Schiller-Schule (https://anna-schiller-schule.de/) genossen werden. (ea)

Foto: Screenshot Rheinischer Spiegel